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Das Reform-Konzept für ARD und ZDF „Rundfunk-Agenda 2020“

mehr Qualität     weniger Programme     Kosten senken     Bürger-Beteiligung

mehr Objektivität     Finanzierung über Steuern     faire Rundfunk-Gehälter

Extra-Worte zum Tag

Medien-Sturm wegen Notre-Dame

Die Berichterstattung zum Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat einen Sturm in den deutschen Medien entfacht. Dem ÖRR wird von vielen Seiten vorgeworfen, nicht ausreichend über den Brand am Montag (15.4.2019) in den Abendprogrammen berichtet zu haben. Beide Anbieter hätten wieder falsch reagiert – sie hätten geschlafen.
Ministerpräsident Laschet (NRW) fragte „Warum muss man CNN einschalten während die ARD Tierfilme zeigt?“ und legte später nach: „Russia Today und Al Jazeera berichten, rechte Hetzer verbreiten erste Verschwörungstheorien und der ÖRR schläft.“ Sonia Seymour Mikich (ehemalige WDR-Chefredakteurin u. „Monitor“-Moderatorin) ist besonders von einem Sender enttäuscht. Sie twitterte: „Warum muss ich so lange bei CNN oder BBC einschalten? Tagesschau24 ist doch genau dafür geeignet?“ Und kurz danach nochmal: „Und tagesschau24? BBC,CNN, Russia today und Al Jazeera schaffen es doch auch.“ Ulrich Deppendorf (früherer Leiter ARD-Hauptstadtstudio) wiederum hatte Erwartungen ans „Erste“: „Warum gab es keinen ARD-Brennpunkt zum Brand von Notre-Dame, neben dem Eiffelturm das Symbol Frankreichs? Schwer nachzuvollziehen.“

Am Mittwoch räumte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm ein, dass es ein Fehler gewesen ist, das Programm zwischen „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nicht unterbrochen zu haben. „Es hätte uns gut zu Gesicht gestanden, wenn wir um 21 Uhr noch einmal eine ‚Tagesschau‘-Extra-Ausgabe mit einer Schaltung nach Paris oder einem weiteren Stück über die letzte Stunde gehabt hätten“. Er habe „mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass das nicht gelungen ist“. Der ARD-Programmdirektor Volker Herres sprach in diesem Zusammenhang von einer „technischen Panne“ und nahm es locker: „Shit happens“. Nach Auffassung von Herres habe die ARD das Thema – abgesehen von den genannten Einschränkungen – jedoch „angemessen verarbeitet“. Zugleich wies der Programmdirektor die vielfach geäußerte Kritik zurück, wonach es am Montag einen „Brennpunkt“ hätte geben sollen. „Im Endergebnis hätten wir eine brennende Kirche zeigen können um 20.15 Uhr“, so der Direktor. Um einen „Brennpunkt“ ins Programm zu nehmen, gäbe es allerdings „klare Kriterien“. So müsse eine solche Sondersendung einen Mehrwert bieten, der über die Berichterstattung der „Tagesschau“ hinausgeht. In diesem Fall hätten um 20:15 Uhr aber schlicht nicht mehr Informationen vorgelegen. Erst am Tag danach habe man Hintergründe (und Analysen) liefern können.

ARD-Vorsitzende Wilhelm ärgerte sich aber zugleich über die Kritik mancher Kollegen. „So manche Bewertung, die zu lesen war, die uns nicht ein Minimum an Sachverstand zugestehen wollte, ist wirklich grundlos.“ Es schmerze ihn, „wenn in Kommentaren tatsächlich für möglich gehalten wird, dass die diensthabenden Nachrichtenredakteure das Ereignis Notre-Dame nicht für das erstwichtige gehalten haben.“ Jeder, der aktuell berichte, kenne den Zeitdruck, unter dem solche Berichte entstehen.
Zum Thema öffentl.-rechtlicher Nachrichtenkanal, den Ministerpräsident Laschet (CDU) am Montagabend auf Twitter gefordert hatte, meinte Wilhelm, dies sei „Sache des Gesetzgebers“ und spielte den Ball damit an die Politik zurück. „Natürlich hätten wir im Prinzip die Kraft und die Erklärkompetenz“. „Ein Wunsch des Publikums und auch vieler Kritiker, die auf uns blicken, wäre, dass wir in unserem Kernbereich der Informationen ein hohes Maß an Freiheit und Gestaltungsmöglichkeiten bekommen.“ Allerdings räumte Wilhelm mit Blick auf private Nachrichtenangebote ein, dass dieses Thema ein „wahres Minenfeld“ sei. Und wo kommen die Millionen her ?

Es ist Aufgabe der Landespolitiker den Rahmen für den ÖRR vorzugeben. Sowohl „Phoenix“ (hat am Montag ab 21.45 Uhr live berichtet) und „Tagesschau24“ sind keine Nachrichtenkanäle und haben dafür keinen Sendeauftrag. Ob der ÖRR einen eigenen News-Kanal anbieten muss, ist sehr fraglich. Stattdessen sollte „Das Erste“ zum Informations-Programm (auch mit Sport und guter Unterhaltung) ausgebaut werden, dann könnte die Programmleitung schneller und effektiver auf aktuelle Ereignisse reagieren. Die Politiker müssten nur den Rahmen vorgeben und die ARD-Intendanten und -Direktoren sollten Programmelemente wie Boulevard, banale Unterhaltung, Seifen-Opern und Werbung aus dem „Ersten“ tilgen. Und die „20-Uhr-Tagesschau“ wird auf 30 und die „Tagesthemen“ auf 45 Minuten erweitert. Das wäre anspruchsvolles öffentlich-rechtliches Fernsehen und Debatten um hastig auf Betroffenheit zielende „Brennpunkt“ Sendungen könnte die große ARD der Konkurrenz überlassen.

Die neue 20-Uhr-Tagesschau ab Juli 2019

„Wir von der ARD sind die erste Adresse für aktuelle, umfassende, objektive und hintergründige Nachrichten“, so ARD-Programm-Direktor Volker Herres zum Umbau der TAGESSCHAU um 20 Uhr. Ab Dienstag 7. Juli wird die meistgesehene Nachrichten-Sendung in Deutschland um 15 Minuten auf eine halbe Stunde erweitert. „ARD und ARD aktuell (produziert die Nachr.-Sendungen) kommen den vielen Wünschen unserer Zuschauer, und auch Kritikern, gerne entgegen“, sagte Direktor Herres. Die neue 20-Uhr-Tagesschau wird moderner – mit Moderation, mit mehr Informationen, mit ausführlicher Wetterschau und Sport-Meldungen. „In Zeiten mit undurchschaubaren Entwicklungen und komplexer politischer Materie, müssen wir vom ARD-Fernsehen unseren Zuschauern das beste Nachrichtenprodukt anbieten. Die Bürger zahlen nicht nur dafür, sie haben auch ein Recht darauf, so Kai Kniffke – seit 2006 Chef von ARD aktuell in Hamburg. 
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ORF soll Aktiengesellschaft werden

ORF-Nachrichtenstudio ZIB – (Foto  ORF -Thomas Ramstorfer)

Wiener Regierung plant Total-Reform des öffentl.-rechtl. Rundfunks  – 

Der Österreichische Rundfunk (ORF) steht vor einer Total-Reform, wenn es nach der Wiener Bundesregierung geht. Falls sich die konservative ÖVP und die rechte FPÖ über die Zukunft des öffentl.-rechtl. Rundfunks einigen können und ein (bisher vertraulicher) Gesetzesentwurf akzeptiert wird. Die wichtigsten Punkte in diesem Rundfunk-Papier sind: Verringerung der Ausgaben, die Umwandlung des ORF in eine Aktiengesellschaft, neue Führungskräfte in der ORF-Leitung und bessere Transparenzregeln. Die diskutierte Abschaffung der Rundfunk-Gebühr GIS soll aber getrennt von der Reform erst im Jahr 2022 realisiert werden. 

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Rundfunk-Rettung oder Scherbenhaufen ?

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm (Foto BR)

Politiker diskutieren über Rundfunk-Finanzierung und Sparkonzepte 

Die 16 Länder-Chefs in Deutschland sind entweder sehr geduldige Menschen oder ihnen ist das Thema Reformierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht so wichtig. Seit über drei Jahren erwarten sie von den ARD/ZDF-Verantwortlichen konkrete Vorschläge zu Sparkonzepten und Neuaufstellung des ÖRR. Doch die Anstalts-Oberen stellen sich stur und lassen die Politiker in einer Art olympischer Dauer-Disziplin ins Leere laufen.

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„In unserem Bundesland wäre das eine Schallmauer“

Die Politiker Söder und Robra zum neuen Rundfunkbeitrag von ca. 18 Euro 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Finanzierung der öffentl.-rechtl. Sendeanstalten ab 2021 grundlegend reformieren. Er sei dafür, dass der Rundfunkbeitrag „automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigt und damit die Inflation ausgleicht“, sagte er dem „Spiegel“ (3.3.2019) in einem Interview. Diese sogenannte Indexierung gebe den Sendern Planungsfreiheit. Außerdem solle den Rundfunkanstalten ein Budget zugewiesen werden, über das sie wie Unternehmen eigenverantwortlich entscheiden können. Deutschland brauche einen guten ÖRR und mit einem festen Budget könnten die Sender langfristig ihren Programmauftrag erfüllen.

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Hat die ARD vor ihren Kritikern kapituliert ?

Senderlogo ARD.de

Sprechanweisungen vom „Berkeley International Framing Institute“  

„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“: Unter diesem Titel haben die Intendanten des Sender-Verbunds ein Expertengutachten erhalten, das sie selbst in Auftrag gegeben haben. Das Ziel: im Kampf gegen alle Kritiker (auch unliebsamen Politikern und Medienexperten) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestehen. Damit haben die ARD-Oberen bzw. Führungskräfte, eine Sprechanweisung an die Hand bekommen. 

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Gordischer Knoten in der Medien-Reform-Politik

Politische Mitgestaltung durch Rundfunk-Stiftung möglich  

Die Ministerpräsidenten der 16 Länder stehen vor einer Herkulesaufgabe. Sie müssen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), seine Finanzierungsform und seinen Sendeauftrag reformieren – um ihn zukunftssicher zu machen. Doch seit Jahren blockieren sich Politik und Rundfunk gegenseitig. Der gordische Knoten der Medien-Politik ist offensichtlich unauflösbar: Wie Reformen einfordern, ohne die Rundfunkfreiheit anzugreifen? Inwieweit dürfen die Landes-Gesetzgeber ARD und ZDF trotz Programmautonomie vorschreiben, wofür sie das Geld der Beitragszahler ausgeben? Die Sendeanstalten pochen massiv auf ihren Auftrag der (derzeitigen) „Grundversorgung“ und ihre Programmautonomie. Danach sind direkte Eingriffe ins Programm untersagt, handelt es sich doch um einen staatsfernen Rundfunk. Aber: Mit (Spitzen-) Politikern in den Aufsichtsgremien und einzelnen Politikern, die auch direkt in die Führungsetagen der Sendeanstalten wechseln. 

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Jetzt aktiv werden! Bürger sagen Ihre Meinung!

Für das bestehende duale Rundfunksystem plädieren 74 Prozent der Bürger. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL, ist nur knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass ARD und ZDF ihren Programmauftrag gut (39%) bzw. sehr gut (9%) erfüllen.

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Wenn ich im Jahr 210 Euro übrig hätte, würde ich das Geld ausgeben für… Hier können Sie Politikern und Rundfunk-Intendanten direkt mitteilen, wofür Sie ihr kostbares Geld ausgeben würden, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk über Steuern finanziert würde.

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Haben auch Sie sich schon öfters über die deutschen Radio- und Fernseh-Programme geärgert? Über die Sendungen und ihr Niveau? Über die ausgestrahlten Angebote und die fehlenden Sendungen mit neuen Ideen?

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GEZ Rundfunkbeitrag

… für Existenzgründer, Klein-Unternehmer, Geringverdiener und Familien und zahlen die Rundfunk-Gebühren für jeweils ein Jahr.

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Außenansicht des Reichstagsgebäudes am Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag.
Besucher auf dem Platz der Republik.
TEA, Westansicht, Westeingang

Ordnungsnummer: 3652288
Ereignis: Tag der Ein- und Ausblicke,Liegenschaften, Architektur
Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Außenansicht
Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz

Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen.

Der Bundestag mit aktuell 709 Abgeordneten ist zu groß und zu teuer – eine Reduzierung auf 450 Mitglieder ist völlig ausreichend …

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Politiker brauchen den oldenburgischen Mut

Wie ein gordischer Knoten zerschlagen werden kann

Es gibt Situationen, da gibt es weder ein vor noch ein zurück. Dann handelt es sich in der Regel um ein kompliziertes und komplexes Themengeflecht von großer Tragweite. Politiker treten mit vielen (schönen) Worten in der Öffentlichkeit auf und organisieren unzählige Diskussionsrunden hinter verschlossenen Türen. Und während Politiker (und auch Experten) sich die Köpfe heißreden, haben die Bürger längst gemerkt, dass der „Karren“ festgefahren ist und die gewählten Volksvertreter keine Lösung anbieten können. Auf die Idee, auch mal den ausgelatschten Trampelpfad zu verlassen, um so den gordischen Knoten zu zerschlagen, kommen sie nur selten oder nie.

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Aufgeblähter Bundestag in Zukunft mit 830 Abgeordneten ?

Besucher beim Hinaufgehen zur Aussichtsplattform der Kuppel über die spiralförmige Rampe. Links der verspiegelte Rüssel und ein Teil des Sonnensegels.

Wahlrechts-Debatte: Vertrauliche Runde mit Bundestagspräsident Schäuble muss „Quadratur des Kreises“ lösen

Die dramatischen Bewegungen bei den Wahlergebnissen der letzten Zeit wirken sich auch auf die Wahlrechts-Debatte aus. Verluste für die (Volks-) Parteien CDU, CSU und SPD und starke Gewinne für die Grünen und die AfD, werden die Anzahl der Überhang- und Ausgleichsmandate bei den nächsten Bundeswahlen erheblich anschwellen lassen.
Als sich der Bundestag vor einem Jahr konstituierte, war er mit 709 Abgeordnete (MdB`s) der größte aller Zeiten – mit 111 Mandaten über der gesetzlichen Mindestgröße von 598. Die Wahlrechtsreform von 2012 hat es möglich gemacht. Es wurde beschlossen, Überhänge durch zusätzliche Mandat auszugleichen, sodass der Parteienproproz, welcher sich aus den Zweitstimmen ergibt, sich auch in der Sitzverteilung widerspiegeln muss. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode hat sich eine kleine Gruppe aus sieben Abgeordneten aller Bundestagsparteien unter dem Vorsitz von Wolfgang Schäuble konstituiert. Die Runde tagt vertraulich und soll Pläne erarbeiten, wonach die Bundestagsgröße nicht noch weiter ausufert und einigermaßen berechenbar bliebt. Es ist wie die „Quadratur des Kreises“, so Schäuble.

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Krawalle in Chemnitz: Was ist bloß los im Osten?

Liegt die Verantwortung für die Ausschreitungen in Chemnitz „nur“ bei einigen gewaltbereiten Rechtsradikalen? Inwiefern ist es (auch) das Ergebnis von 40 Jahren DDR? Dazu ein Gastkommentar von Rüdiger Jope, gebürtiger Sachse und Chefredakteur des Männermagazins MOVO.
Die Bilder aus Chemnitz sorgten bei mir für einen Flashback. Rückblende: In der sächsischen Kleinstadt, in der ich bis vor einigen Jahren als Pastor tätig war, gab es 2010 das Ansinnen, einen offenen Jugendstrafvollzug einzurichten. Gebäude waren vorhanden, erste Gespräche mit der Stadt liefen. Dann griff die Presse das Thema auf. Am nächsten Morgen entdeckte ich bei meinem Bäcker neben Brötchen und BILD-Zeitung Unterschriftslisten. Die „Wutbürgerwelle“ rollte. Es brodelte im Ort.

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100 Tage SPD-Vorsitzende Andrea Nahles – Praxisschock auf Bayern-Tour

Droht ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition ?  

Gewählt mit nur 66,4% an die Parteispitze, droht Nahles und der SPD bei der Bayernwahl am 14.10.2018 mit 13% ein Desaster. In Fürth (bei Nürnberg) holte die Partei über 50% und Oberbürgermeister Jung wurde mit stolzen 73% gewählt. Nahles: „Wie habt ihr das geschafft?“ Überschaubarkeit, soziale Kontrolle, keine Anonymität, „außerdem schafft der Mindestlohn sozialen Frieden“, so Jung. Doch OB Jung hat noch andere Botschaften: Aus Bulgarien und Rumänien kämen Familien, teils Roma, mit acht, neun Kindern, „das sind oft Analphabeten, und sie verursachen Riesenärger“. Mit Jobscheinanmeldungen erhielten sie Zugriff auf Sozialleistungen. Das hiesige Kindergeld lockt kräftig an. „Wir müssen eine gemeinsame Linie abstimmen“, sagt Nahles, „etwas machen, was funktioniert.“ Ein Kraftakt, denn die Sache mit dem Kindergeld ist ein Beispiel für den Widerspruch in Nahles’ Partei: SPD-Kommunalpolitiker wollen praxisnahe Lösungen für den Alltag.

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Merkel, Erbfolgerin des deutschen Widerstands

Sommer-Pressekonferenz von A. Merkel am 20.7.18

„Die Frage, wie wir in Europa vorgehen, ob wir das einseitig machen, ob wir das unabgestimmt machen, ob wir das zu Lasten Dritter machen, ja oder nein, ist für mich eine zentrale Frage meiner Politik“, sagte Merkel. „Diese Pressekonferenz findet am 20. Juli statt. Der 20. Juli ist nicht irgendein Tag in der deutschen Geschichte. Viele Menschen haben ihr Leben für Europa, für ein gemeinsames Europa gelassen. Das sehe ich schon als einen wichtigen Auftrag an, der im Übrigen auch schon in der Präambel des Grundgesetzes niedergelegt ist.“ Der 20. Juli als Begründung für ihre Unbeugsamkeit in der Flüchtlingsfrage: Das ist eine verblüffende Konstruktion. Sie sagt viel über die Kanzlerin im 13. Jahr ihrer Regentschaft. Man könnte sogar zur Meinung gelangen, dass sie nahezu alles sagt.

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NEW YORK TIMES fordert „Wirrkopf“ Merkel zum Rücktritt auf

Kolumnist und Pulitzer-Preisträger Bret Stephens schreibt „Why Merkel must go“

Im November 2016 rief die „New York Times“ die deutsche Bundeskanzlerin zur letzten „Anführerin der freien Welt“ aus. Das war nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Nun aber meldet sich auch in der größten Tageszeitung der USA eine Stimme zu Wort, die den Rücktritt der Bundeskanzlerin fordert (TAGESSPIEGEL v. 9.7.2018). Der konservative Pulitzer-Preisträger und Kolumnist Bret Stephens, nimmt in seinem Artikel „Why Merkel must go“ kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, warum Kanzlerin Merkel nun doch besser zurücktreten sollte.

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Illustration Simon Neufeld

Pressekonferenz des Caritasverbandes zur Jahreskampagne 2018

Die Suche nach einer Wohnung gestaltet sich für immer mehr Menschen als nahezu aussichtsloses Unterfangen. In vielen Großstädten und Ballungszentren ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Knapper Wohnraum und steigende Mieten treffen mittlerweile nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Menschen aus der Mittelschicht, die als Pfleger, Polizist, Krankenschwester oder Erzieherin arbeiten, spüren ebenfalls, dass bezahlbarer Wohnraum Mangelware geworden ist. Das Problem hat die Mitte der Gesellschaft erreicht.

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Ulrich Wilhelm – ARD-Vorsitzender (Foto BR)

Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre... | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre... | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: 60 Sekunden in der deutschen Wirtschaft | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
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Berlin mit Fernsehturm
Infografik: So sieht Deutschland fern | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Deutsche wollen auch auch über Rundfunkbeitrag abstimmen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Foto MDR: Funkhaus Magdeburg

Der Rundfunk-Beitrag wird stabil bleiben!

Die Bundesländer wollten eigentlich den öffentl.-rechtl. Rundfunk reformieren. Dazu wurde 2016 die Arbeitsgruppe „Auftrag und Strukturoptimierung“ eingerichtet. Der Sendeauftrag sollte neu definiert, der (Behörden-) Betrieb optimiert und die Ausgaben reduziert werden. Und der Rdf.-Beitrag nicht ins uferlose steigen. Doch davon wollen die Landespolitiker nichts mehr wissen. Die Medienpolitik dreht sich im Kreis und die Chefs der Sendeanstalten fordern weitere 750 Millionen Euro jährlich. Obwohl ARD und ZDF pro Jahr über 9 Milliarden Euro verfügen. Dazu sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) aus Mainz, dass der Finanzbedarf die Höhe des Beitrags bestimmt und nicht umgekehrt. Denn beim Thema „Beitragsstabilität“ dürfe man nicht vergessen, dass sich die „Rahmenbedingungen der Auftragsentwicklung“ änderten und der „Kostenaufwand“ steige. Deshalb gehe es um eine „relative Beitragsstabilität“. Doch, welche Erhöhung gilt noch als „relativ stabil“, wenn der Beitrag auf 19 oder sogar 20 Euro steigt? Und nein, nicht die Höhe der Ausgaben bestimmt die Beitragshöhe, sondern der öffentl.-rechtl. Auftrag mit anspruchsvollen Programmen und verantwortungsbewussten Ausgaben. Aber ohne gigantische Fußball-Millionen, 8.800 Krimis im Jahr und 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme. Daher gilt: Weniger ist mehr! Einfach mehr Programm-Qualität. Und auch noch wichtig, die nächsten Wahlen stehen vor der Tür.

Berlin - Bundeskanzleramt
ZDF-Sendezentrale - Mainz - Foto ZDF.de
NEONLICHT

   ARD: „Wir sind deins“ !

Donnerwetter, unsere ARD ist in der Realität angekommen. Der öffentliche Rundfunk gehört doch uns Bürgern und nicht Politikern & Funktionären, Intendanten & Direktoren. In einer großen Offensive mit Spots im Fernsehen, Radio und Internet, sucht der ARD-Dampfer Kontakt zu uns Bürgern. Oder wie es der ARD-Vorsitzende, Ulrich Wilhelm, sagt. „Die ARD dient der Gesellschaft. Dafür wollen wir nicht nur ’senden‘, sondern auch‘ empfangen‘: So setzen wir … auch auf einen verstärkten Dialog mit unserem Publikum, um mehr Transparenz zu bieten und mehr Wissen über die ARD zu vermitteln.“ Aber, liebe ARD, dafür reichen doch Aktionen, wie bunte „Tage der offenen Tür“ und schöne Mitmach-Aktionen, sowie Bilder-Broschüren, nicht aus. Und dann seit ihr auch noch auf der Suche nach Anerkennung bei uns Beitragszahlern. Das habt ihr auch bitter nötig: In der halben Bevölkerung (Alter 14 bis 49 Jahren), erreicht ihr von ARD & ZDF im Jahr 2017 von 100 möglichen Zuschauern nur noch 13! Unglaublich! Daher gilt: Ihr Zuschauer von ARD & ZDF, schaut auf diese Programme und bedenkt, dass ihr diese wertvollen Programme nicht preisgeben dürft – aber mit euren Beiträgen finanzieren müsst. Demokratie nach ARD-Art.

Foto MDR: Funkhaus Leipzig
Foto HR: Funkhaus Frankfurt
Foto SWR: Funkhaus Stuttgart

Neue Artikel

Überblick 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme von ARD & ZDF

Fernseh-Programme

Anmerkungen: Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk (SR) strahlen keine eigenen Programme aus – sie beteiligen sich an den Programmen NDR-FS bzw. SWR-FS. Zu bestimmten Sendezeiten werden für die Länder Bremen und Saarland eigene Sendungen (Aktuelles, Politik, Sport) von der jeweiligen Sendeanstalt ausgestrahlt. Das junge Programm FUNK bietet seine Sendungen nur online an.

9 Landesrundfunk-Anstalten im ARD-Verbund

Hörfunk-Programme & Web-Channels der 9 Landesrundfunk-Anstalten und des Deutschlandradios

 Landes-Infor.- u. Musik-Prog.
(Pop / Softpop)
Schlager-Radios
(z.T. mit Softpop,
Oldies, Evergreens)
Pop- u.
Service-Wellen
(z.T. mit
Ak., Rock)
Junge Radios
(Alternativ-
Musik
u. Infos)
Info-Radios
(Aktuelles
u. Sport)
Anspruchsvolle
Infor.- u. Kultur Programme
Kultur-Programme
16x8x9x9x7x3x11x
NDR 1
Niedersachsen
Welle Nord / SH
Hamburg 90,3
Radio MV
NDR Plus*NDR 2N-JoyNDR InfoNDR Kultur
Bremen EinsBremen VierBremen NEXTBremen Zwei
Berlin 88,8
Antenne Brandenburg
Radio EinsFritzInfo-RadioKultur-Radio
MDR 1
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
MDR
Schlagerwelt*
(mit Regional-Nachr./3 Länder)
MDR JumpMDR SputnikMDR AktuellMDR Figaro
MDR Klassik*
WDR 2 / NRW
(Aktuelle Welle)
WDR 4WDR-1LIVE
z.T. Junge
Generation
1LIVE-DIGGI*WDR 5WDR 3
HR 1 / HessenHR 4HR 3You FMHR infoHR 2
SWR 1
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 4
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 3Das Ding*SWR-Info*SWR 2
SR 3 / SaarlandSchlagerwelt*SR 1Unser Ding*Antenne SaarSR 2
BR 1 / BayernBR plus*BR 3BR Puls*B5 aktuellBR 2BR Klassik
DeutschlandfunkDLF Kultur
Insgesamt: 63 Programme (davon 10 nur online*)

Weitere 2 Programme / 4 Web-Channels* / 7 Ergänzungs-Programme (E) (insgesamt 13)

NDR (3)Blue* ("Musik abseits der
Charts")


Info Spezial (u.a. Infor.,Sport, Parl.-Debatten,
für Ausländer)
Traffic (E - Verkehr)
MDR (2)Sachsen - Sorbisches Prog. (E)Sachsen extra (E - Sport, Parl .-Debatten)
WDR (4)Cosmo (Infor. u. Welt-Musik) KiRaKa* (für Kinder)Event (E – Sport,
Parl.-Debatten)
Vera (E - Verkehr)
BR (3)Heimat* (Volkstümliche Musik)B5 plus (E – Sport, Parl.-Debatten)B5 Verkehr (E)
DRadioDeutschlandfunk Nova*(Pop-Musik und Wissen)
weitere Web-Channels* (76) - Insgesamt: 152 Hörfunk-Programme und Web-Channels - Stand 6.9.2017

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