Überspringen zu Hauptinhalt

Das Reform-Konzept für ARD und ZDF „Rundfunk-Agenda 2020“

mehr Qualität     weniger Programme     Kosten senken     Bürger-Beteiligung

mehr Objektivität     Finanzierung über Steuern     faire Rundfunk-Gehälter

Extra-Worte zum Tag

BLOSS NICHT LANGWEILEN!

Dieses Motto bekommen wir Zuschauer in Berlin und Brandenburg jeden Abend kurz vor der 20-Uhr-Tagesschau im Dritten – dem „rbb Fernsehen“ – aus dem Funkhaus via Mattscheibe ins Haus geliefert. Und damit sich daran auch im neuen Jahr nichts ändert, werden Journalisten und Medienexperten am Donnerstag zum „Jahresauftakt-Pressegespräch des Rundfunk Berlin-Brandenburg“ mit Intendantin Patricia Schlesinger und Programmdirektor Dr. Jan Schulte-Kellinghaus sehr herzlich ins Fernsehzentrum an der Masurenallee eingeladen. Bei heißen Getränken und kühlen Gedanken werden neue Projekte vorgestellt, und natürlich sind auch kritische Fragen und Meinungen zum Rundfunk und seinen Programmen erlaubt.

Ein Beispiel: So sendet sich das Berliner Dritte immer mehr den (Tages-) Unterhaltungsprogrammen vom ERSTEN und dem ZDF an. Und hier stellt sich die Frage nach dem Sinn des ÖRR-Sendeauftrags. Mit den 7 Dritten und ARDone und ZDFneo, werden tagsüber 11 ör Programme angeboten, die außer wenigen Dokus, nur seichte Serien, Filme und Quiz-Shows im Programm haben. So viel Unterhaltung kann nun wirklich kein Zuschauer verkraften. Zumal alle Intendanten und Intendantinnen über zu hohe Ausgaben und zu geringe Einnahmen klagen – bei insgesamt über 10 Milliarden Euro im Jahr. Ab 2021 sollen noch einmal 3 Milliarden Euro, für 4 Jahre, hinzukommen. Wenn der Rundfunkgott gnädig ist – mit dem ÖRR.

Und der RBB: Seit Herbst 2019 bietet er für das (unterversorgte ?) Publikum eine neue Talk-Show im ERSTEN vor Mitternacht an: „Hier spricht Berlin“. Welch ein Titel! Die gefühlt 113. Plauder-Show im ör Fernsehen. Unglücklicherweise in Konkurrenz zur ZDF-Lanz-Show. Prominente, solche die sich dafür halten bzw. noch werden wollen, reisen kreuz und quer durch die Republik und erzählen in jeder ör Talk-Show immer die gleichen Geschichten: erster Fahrrad-Unfall, zweites Katzen-Baby, verlorener Liebes-Roman (mit der dritten Mahnung der Bücherei), der ins Wasser gefallende Urlaubs-Reise (Veranstalter Tour4you), gescheiterte Künstler-Karriere im „5er-Club“ und dem verbummelten Lotto-Schein mit 6 Richtigen. Ein Mehrgewinn für uns Zuschauer? Wohl kaum. Wenn das mit diesen Plauder-Runden so weitergeht, wird ARD-Programmdirektor Volker Herres, Dienstsitz im schönen München, dieses Format auch noch in das Werberahmen-Programm vor 20 Uhr im ERSTEN einbetten. Frei nach dem Motto: Ab 18 Uhr quizzen wir solange, bis RTL die Fragen ausgehen (Hallo Günther Jauch) und ab 19 Uhr plaudern wir, bis bei den Zuschauern die Köpfe rotieren.

Unser RBB könnte aber in typisch ör Manier seinen Informations-Sendeauftrag sofort konsequenter umsetzen: Die aktuellen Regional-Magazine, jeweils für Berlin und Brandenburg täglich um 19.30 Uhr, dürfen statt nur 28 Minuten – ab nächster Woche 44 Minuten lang senden. Das gäbe mehr Zeit für Hintergrundberichte und Schwerpunktthemen. Und Politiker und Experten könnten dann auch mehr als nur 11 bis 13 Sätze in den Interviews unterbringen. Ob Intendantin Schlesinger und Direktor Schulte-Kellinghaus für diesen Mehrgewinn Herz und Köpfchen haben werden? Die Antwort werden wir in ca. 24 Stunden wissen. Und zum Funkhaus geht es natürlich mit der U-Bahn. Sie wissen schon …

Werden sich die 16 Länder in der Medienpolitik einigen können ?

Der monatliche Rundfunkbeitrag wird wohl von 17,50 € auf 18,36 € erhöht werden. In wenigen Wochen wird die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) eine Empfehlung bekannt geben und ihren 22. Bericht veröffentlichen. „Nachdem der Rundfunkbeitrag schon seit 2009 nicht mehr angehoben wurde und er im Jahr 2015 sogar noch abgesenkt wurde, halte ich diesen Vorschlag der KEF für angemessen. Aus Sicht des Saarlandes wird es bei dieser sehr maßvollen Anpassung des Rundfunkbeitrags auch darauf ankommen, die berechtigten Interessen der beiden kleinsten ARD-Anstalten, Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk, die keine nennenswerten Eigenmittel haben, entsprechend zu berücksichtigen“, so Henrik Eitel, Chef der Staatskanzlei des Saarlandes, in einem Beitrag von Medienpolitik.net, von Januar 2020. Das Medien-Portal hatte alle Staats- bzw. Senatskanzleien gebeten, zwei Fragen zur Medienpolitik im Jahr 2020 zu beantworten: „1. Wie sollte Ihrer Meinung nach der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks reformiert bzw. modernisiert werden? 2. Wo liegen die medienpolitischen Themen und Schwerpunkte für 2020?“ Und bis auf eine Ausnahme haben alle Kanzleien geantwortet.
Mehr lesen

ZDF 2019 erneut Marktführer – ARD aber von 20 bis 23 Uhr

Fernsehdirektor DAS ERSTE Volker Herres – Foto ARD.de

Zur besten Sendezeit – zwischen 20 und 23 Uhr – ist Das Erste im Jahr 2019 ausweislich der GfK-Daten bis zum 29. Dezember mit einem Marktanteil von 14,3 % das meistgesehene Programm in der Hauptsendezeit. Gefolgt vom ZDF mit 13,9 %, RTL mit 9,4 %, SAT.1 mit 5,4 % und ProSieben mit nur 4,7 %. Allerdings bezogen auf den gesamten Sendetag von 24 Stunden ist das ZDF, wie seit acht Jahren hintereinander, der Sieger beim Fernsehkonsum mit 13,1 %. Das Erste folgt mit 11,3 %, RTL mit 8,5 % und Sat.1 mit nur 6 %. Kumuliert man die Anteile für die sieben Dritten Programme der ARD, ergibt sich ein Wert von 13,3 %. Auf Nachfrage wollte Direktor Herres aber keine Angaben zu den jeweiligen Altersgruppen machen. Die Marktanteile 2018 nach Altersgruppen aufgeteilt sahen wie folgt aus: ZDF insgesamt 13,9 %, 14 bis 49-jährige 6,8 % und ab 50-jährige 17,7 %. Werte für die ARD: 11,5 %, 7 % und 13,9 %. 

Mehr lesen

Die Gehälter bei ARD & ZDF sind zu hoch

Das beim beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) sehr gute Gehälter gezahlt werden, ist seit Jahren ein offenes Geheimnis. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) plädiert für eine Kürzung der Gehälter um 60 Millionen Euro bei ARD, ZDF und Deutschlandradio. Und das gilt ganz besonders für die Spitzenpositionen von Intendanten- und Direktoren-Gehälter. Das Vergütungsniveau in den Sendeanstalten ist laut einem von der KEF eingeholten Gutachten (von Kienbaum) überproportional gut (Fachdienst „Medienkorrespondenz“ vom 22.11.2019).

Mehr lesen

Überblick Jahres-Gehälter: Medien, Politik, Staat und Wirtschaft

Tom Buhrow – Intendant Westdeutscher Rundfunk Köln  © WDR/Herby Sachs

Ein Blick auf Intendanten- u. Direktoren-Gehälter zeigt ein Problem von ARD & ZDF: Die Gehälter sind zu hoch – die Spannweite reicht von 237.000 bis 399.000 Euro. (Direktoren zw. 151.000 und 253.000 Euro.). Damit erreichen die Sender-Chefs höhere Gehälter als die meisten Staats- u. Ministerpräsidenten (national u. Ausland), Führungskräften in der Wirtschaft und den Präsidenten (fast) aller Bundesämter. So verdienen Vizepräsident Kirchhof (Bundesverfassungsgericht) 196.000 und Präsident Rennert (Bundesverwaltungsgericht) 165.000 Euro. im Jahr (FOCUS 37/2017). 

Mehr lesen

Ohne Reformen steigt die Rundfunkgebühr

Der Monatsbeitrag für die 12 öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollte aus Sicht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) von 2021 an steigen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schlagen die unabhängigen Sachverständigen in einem noch vorläufigen Entwurf eine Anhebung auf 18,36 Euro pro Monat vor. Das wäre ein Plus von 86 Cent – derzeit sind pro Haushalt monatlich 17,50 Euro fällig. Dabei handelt es sich noch nicht um den endgültigen Bericht der KEF. Zunächst sollen Anhörungen folgen, die abschließende KEF-Empfehlung wird Anfang 2020 erwartet. Das letzte Wort haben dann die Regierungen der Bundesländer, die über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags für ARD, ZDF und Deutschlandradio entscheiden. Die tatsächliche Höhe für die Beitragsperiode 2021 bis 2024 kann also von der Kommissions-Empfehlung abweichen, was in der Regel auch der Fall ist. 

Mehr lesen

Politischer Reform-Unwille – dafür steigt der Rundfunk-Beitrag

Jessy Wellmer  © WDR/Herby Sachs

Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer haben sich nicht auf eine umfassende Reform des Rundfunkbeitrags einigen können und damit ist auch ein Index-Modell vorerst vom Tisch. Wie die „FAZ“ berichtet (8.11.2019), haben sich die Bundesländer nicht auf das Index-Modell (der Beitrag sollte nur mit der Teuerungsrate steigen) einigen können. Das bestätigte Oliver Schenk, Leiter der sächsischen Staatskanzlei. Die Reform des Rundfunkbeitrags ist damit zunächst gescheitert. „Auch wenn alle Länder grundsätzlich für Reformen sind, ist die Zeit für einen Paradigmenwechsel durch das Index-Modell anscheinend noch nicht reif“, so Schenk gegenüber der „FAZ“. 

Derzeit prüft die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) den von ARD und ZDF angemeldeten Finanzbedarf für den Zeitraum zwischen 2021 bis 2024. In wenigen Tagen/Wochen wird die KEF der Politik eine Einschätzung mitteilen. In aller Regel kürzt die KEF die Anmeldung deutlich zusammen und auf Basis dieses Ergebnisses entscheiden die Bundesländer über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags. Schenk sagt nun gegenüber der „FAZ“, der künftige Rundfunkbeitrag werde ab 2021 wahrscheinlich auf „18 Euro plus X“ steigen. Das erscheine ihm realistischer als 19 Euro oder mehr. Derzeit liegt der monatliche Rundfunkbeitrag bei 17,50 Euro (210 pro Jahr).

Mehr lesen
Jetzt aktiv werden! Bürger sagen Ihre Meinung!

Für das bestehende duale Rundfunksystem plädieren 74 Prozent der Bürger. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL, ist nur knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass ARD und ZDF ihren Programmauftrag gut (39%) bzw. sehr gut (9%) erfüllen.

Mehr lesen

Wenn ich im Jahr 210 Euro übrig hätte, würde ich das Geld ausgeben für… Hier können Sie Politikern und Rundfunk-Intendanten direkt mitteilen, wofür Sie ihr kostbares Geld ausgeben würden, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk über Steuern finanziert würde.

Mehr lesen

Haben auch Sie sich schon öfters über die deutschen Radio- und Fernseh-Programme geärgert? Über die Sendungen und ihr Niveau? Über die ausgestrahlten Angebote und die fehlenden Sendungen mit neuen Ideen?

Mehr lesen
GEZ Rundfunkbeitrag

… für Existenzgründer, Klein-Unternehmer, Geringverdiener und Familien und zahlen die Rundfunk-Gebühren für jeweils ein Jahr.

Mehr lesen
Außenansicht des Reichstagsgebäudes am Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag.
Besucher auf dem Platz der Republik.
TEA, Westansicht, Westeingang

Ordnungsnummer: 3652288
Ereignis: Tag der Ein- und Ausblicke,Liegenschaften, Architektur
Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Außenansicht
Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz

Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen.

Der Bundestag mit aktuell 709 Abgeordneten ist zu groß und zu teuer – eine Reduzierung auf 450 Mitglieder ist völlig ausreichend …

Mehr lesen

Andrea Nahles – Sieg oder Niederlage

SPD-Partei- u. Fraktions-Vors. Nahles (Foto ARD.de)

Die SPD war eine große und stolze Volks-Partei mit Bundeswahl-Werten von über 40 Prozent. Aber diese goldenen bzw. roten Wahlzeiten sind für immer vorbei. Seit einigen Jahren rast der SPD-Zug ungebremst eine Steilküste hinunter, obwohl die Lokführer bzw. Partei-Chefs ständig ausgewechselt wurden. Deren Namen kennen Journalisten und Bürger bis zum Überdruss. Und das Ende der stolzen Partei ist mittlerweile ein Drama im sozialdemokratischem Genossen-Theater. Zur besten Sende- und Schreiblaune der Medienwelt läuft das große Finale: Das Ende ist Nahles – Kollaps der SPD ?!

Mehr lesen

Politiker brauchen den oldenburgischen Mut

Wie ein gordischer Knoten zerschlagen werden kann

Es gibt Situationen, da gibt es weder ein vor noch ein zurück. Dann handelt es sich in der Regel um ein kompliziertes und komplexes Themengeflecht von großer Tragweite. Politiker treten mit vielen (schönen) Worten in der Öffentlichkeit auf und organisieren unzählige Diskussionsrunden hinter verschlossenen Türen. Und während Politiker (und auch Experten) sich die Köpfe heißreden, haben die Bürger längst gemerkt, dass der „Karren“ festgefahren ist und die gewählten Volksvertreter keine Lösung anbieten können. Auf die Idee, auch mal den ausgelatschten Trampelpfad zu verlassen, um so den gordischen Knoten zu zerschlagen, kommen sie nur selten oder nie.

Mehr lesen

Aufgeblähter Bundestag in Zukunft mit 830 Abgeordneten ?

Besucher beim Hinaufgehen zur Aussichtsplattform der Kuppel über die spiralförmige Rampe. Links der verspiegelte Rüssel und ein Teil des Sonnensegels.

Wahlrechts-Debatte: Vertrauliche Runde mit Bundestagspräsident Schäuble muss „Quadratur des Kreises“ lösen

Die dramatischen Bewegungen bei den Wahlergebnissen der letzten Zeit wirken sich auch auf die Wahlrechts-Debatte aus. Verluste für die (Volks-) Parteien CDU, CSU und SPD und starke Gewinne für die Grünen und die AfD, werden die Anzahl der Überhang- und Ausgleichsmandate bei den nächsten Bundeswahlen erheblich anschwellen lassen.
Als sich der Bundestag vor einem Jahr konstituierte, war er mit 709 Abgeordnete (MdB`s) der größte aller Zeiten – mit 111 Mandaten über der gesetzlichen Mindestgröße von 598. Die Wahlrechtsreform von 2012 hat es möglich gemacht. Es wurde beschlossen, Überhänge durch zusätzliche Mandat auszugleichen, sodass der Parteienproproz, welcher sich aus den Zweitstimmen ergibt, sich auch in der Sitzverteilung widerspiegeln muss. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode hat sich eine kleine Gruppe aus sieben Abgeordneten aller Bundestagsparteien unter dem Vorsitz von Wolfgang Schäuble konstituiert. Die Runde tagt vertraulich und soll Pläne erarbeiten, wonach die Bundestagsgröße nicht noch weiter ausufert und einigermaßen berechenbar bliebt. Es ist wie die „Quadratur des Kreises“, so Schäuble.

Mehr lesen

Krawalle in Chemnitz: Was ist bloß los im Osten?

Liegt die Verantwortung für die Ausschreitungen in Chemnitz „nur“ bei einigen gewaltbereiten Rechtsradikalen? Inwiefern ist es (auch) das Ergebnis von 40 Jahren DDR? Dazu ein Gastkommentar von Rüdiger Jope, gebürtiger Sachse und Chefredakteur des Männermagazins MOVO.
Die Bilder aus Chemnitz sorgten bei mir für einen Flashback. Rückblende: In der sächsischen Kleinstadt, in der ich bis vor einigen Jahren als Pastor tätig war, gab es 2010 das Ansinnen, einen offenen Jugendstrafvollzug einzurichten. Gebäude waren vorhanden, erste Gespräche mit der Stadt liefen. Dann griff die Presse das Thema auf. Am nächsten Morgen entdeckte ich bei meinem Bäcker neben Brötchen und BILD-Zeitung Unterschriftslisten. Die „Wutbürgerwelle“ rollte. Es brodelte im Ort.

Mehr lesen

100 Tage SPD-Vorsitzende Andrea Nahles – Praxisschock auf Bayern-Tour

Droht ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition ?  

Gewählt mit nur 66,4% an die Parteispitze, droht Nahles und der SPD bei der Bayernwahl am 14.10.2018 mit 13% ein Desaster. In Fürth (bei Nürnberg) holte die Partei über 50% und Oberbürgermeister Jung wurde mit stolzen 73% gewählt. Nahles: „Wie habt ihr das geschafft?“ Überschaubarkeit, soziale Kontrolle, keine Anonymität, „außerdem schafft der Mindestlohn sozialen Frieden“, so Jung. Doch OB Jung hat noch andere Botschaften: Aus Bulgarien und Rumänien kämen Familien, teils Roma, mit acht, neun Kindern, „das sind oft Analphabeten, und sie verursachen Riesenärger“. Mit Jobscheinanmeldungen erhielten sie Zugriff auf Sozialleistungen. Das hiesige Kindergeld lockt kräftig an. „Wir müssen eine gemeinsame Linie abstimmen“, sagt Nahles, „etwas machen, was funktioniert.“ Ein Kraftakt, denn die Sache mit dem Kindergeld ist ein Beispiel für den Widerspruch in Nahles’ Partei: SPD-Kommunalpolitiker wollen praxisnahe Lösungen für den Alltag.

Mehr lesen

Merkel, Erbfolgerin des deutschen Widerstands

Sommer-Pressekonferenz von A. Merkel am 20.7.18

„Die Frage, wie wir in Europa vorgehen, ob wir das einseitig machen, ob wir das unabgestimmt machen, ob wir das zu Lasten Dritter machen, ja oder nein, ist für mich eine zentrale Frage meiner Politik“, sagte Merkel. „Diese Pressekonferenz findet am 20. Juli statt. Der 20. Juli ist nicht irgendein Tag in der deutschen Geschichte. Viele Menschen haben ihr Leben für Europa, für ein gemeinsames Europa gelassen. Das sehe ich schon als einen wichtigen Auftrag an, der im Übrigen auch schon in der Präambel des Grundgesetzes niedergelegt ist.“ Der 20. Juli als Begründung für ihre Unbeugsamkeit in der Flüchtlingsfrage: Das ist eine verblüffende Konstruktion. Sie sagt viel über die Kanzlerin im 13. Jahr ihrer Regentschaft. Man könnte sogar zur Meinung gelangen, dass sie nahezu alles sagt.

Mehr lesen

Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Illustration Simon Neufeld

Pressekonferenz des Caritasverbandes zur Jahreskampagne 2018

Die Suche nach einer Wohnung gestaltet sich für immer mehr Menschen als nahezu aussichtsloses Unterfangen. In vielen Großstädten und Ballungszentren ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Knapper Wohnraum und steigende Mieten treffen mittlerweile nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Menschen aus der Mittelschicht, die als Pfleger, Polizist, Krankenschwester oder Erzieherin arbeiten, spüren ebenfalls, dass bezahlbarer Wohnraum Mangelware geworden ist. Das Problem hat die Mitte der Gesellschaft erreicht.

Mehr lesen

RBB-Intendantin Patricia Schlesinger – Foto: rbb.de

Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre... | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: International läufts für Netflix | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Windows 7 läuft auf jedem 4. Desktop-PC | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Wie wird 2020? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Investitionsstau in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Berlin mit Fernsehturm
Infografik: Die beliebtesten Webradios in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Diese Radiosender generieren die höchsten Werbeumsätze | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: So sieht Deutschland fern | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Deutsche wollen auch auch über Rundfunkbeitrag abstimmen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Foto MDR: Funkhaus Magdeburg

Der Rundfunk-Beitrag wird stabil bleiben!

Die Bundesländer wollten eigentlich den öffentl.-rechtl. Rundfunk reformieren. Dazu wurde 2016 die Arbeitsgruppe „Auftrag und Strukturoptimierung“ eingerichtet. Der Sendeauftrag sollte neu definiert, der (Behörden-) Betrieb optimiert und die Ausgaben reduziert werden. Und der Rdf.-Beitrag nicht ins uferlose steigen. Doch davon wollen die Landespolitiker nichts mehr wissen. Die Medienpolitik dreht sich im Kreis und die Chefs der Sendeanstalten fordern weitere 750 Millionen Euro jährlich. Obwohl ARD und ZDF pro Jahr über 9 Milliarden Euro verfügen. Dazu sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) aus Mainz, dass der Finanzbedarf die Höhe des Beitrags bestimmt und nicht umgekehrt. Denn beim Thema „Beitragsstabilität“ dürfe man nicht vergessen, dass sich die „Rahmenbedingungen der Auftragsentwicklung“ änderten und der „Kostenaufwand“ steige. Deshalb gehe es um eine „relative Beitragsstabilität“. Doch, welche Erhöhung gilt noch als „relativ stabil“, wenn der Beitrag auf 19 oder sogar 20 Euro steigt? Und nein, nicht die Höhe der Ausgaben bestimmt die Beitragshöhe, sondern der öffentl.-rechtl. Auftrag mit anspruchsvollen Programmen und verantwortungsbewussten Ausgaben. Aber ohne gigantische Fußball-Millionen, 8.800 Krimis im Jahr und 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme. Daher gilt: Weniger ist mehr! Einfach mehr Programm-Qualität. Und auch noch wichtig, die nächsten Wahlen stehen vor der Tür.

Berlin - Bundeskanzleramt
ZDF-Sendezentrale - Mainz - Foto ZDF.de
NEONLICHT

„Wir müssen reden!“

Ja, das müssen wir. Probleme gibt es wie Sand am Meer – sie brennen uns Bürgern auf den Nägeln. Und bei 97 Radio- und Fernseh-Programmen von ARD & ZDF wird es doch wohl ein Mikrofon – oder auch mehrere – für uns interessierte Bürger geben. Das Bitten wurde nach unzähligen Monaten in der RBB-Führungsetage erhört und so startet der neue politische Bürgertalk „Wir müssen reden!“ Er wird live von wechselnden Orten in Berlin und Brandenburg übertragen und das Besondere – kaum zu glauben: „es geht vor allem um die Meinung der Bürgerinnen und Bürger.“ Endlich dürfen wir Bürger nicht nur den ÖRR finanzieren (der uns ohnehin gehört), jetzt dürfen wir auch neben den Politikern sitzen und Klartext reden. Und weiter: „Ob im Studio oder zu Hause, wir wollen mit Ihnen diskutieren. Über welchen Kanal, das entscheiden Sie.“ Es geschehen doch noch (kleine) Wunder beim ör Rundfunk – die Demokratie ist noch nicht eingeschlafen. Oder liegt es nur daran, dass Wahlen vor der Tür stehen, die „Volksparteien“, z.T. die SPD, nur noch jeden zehnten Wähler überzeugen können und wohlmöglich die ruhigen Zeiten für Politiker, Funktionäre und Redakteure vorbei sind? Und damit die Demokratie eine Zukunft hat, müssen wir miteinander reden. Gut so. Warum nicht schon früher?

Foto MDR: Funkhaus Leipzig
Foto HR: Funkhaus Frankfurt
Foto SWR: Funkhaus Stuttgart

Neue Artikel

Überblick 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme von ARD & ZDF

Fernseh-Programme

Anmerkungen: Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk (SR) strahlen keine eigenen Programme aus – sie beteiligen sich an den Programmen NDR-FS bzw. SWR-FS. Zu bestimmten Sendezeiten werden für die Länder Bremen und Saarland eigene Sendungen (Aktuelles, Politik, Sport) von der jeweiligen Sendeanstalt ausgestrahlt. Das junge Programm FUNK bietet seine Sendungen nur online an.

9 Landesrundfunk-Anstalten im ARD-Verbund

Hörfunk-Programme & Web-Channels der 9 Landesrundfunk-Anstalten und des Deutschlandradios

 Landes-Infor.- u. Musik-Prog.
(Pop / Softpop)
Schlager-Radios
(z.T. mit Softpop,
Oldies, Evergreens)
Pop- u.
Service-Wellen
(z.T. mit
Ak., Rock)
Junge Radios
(Alternativ-
Musik
u. Infos)
Info-Radios
(Aktuelles
u. Sport)
Anspruchsvolle
Infor.- u. Kultur Programme
Kultur-Programme
16x8x9x9x7x3x11x
NDR 1
Niedersachsen
Welle Nord / SH
Hamburg 90,3
Radio MV
NDR Plus*NDR 2N-JoyNDR InfoNDR Kultur
Bremen EinsBremen VierBremen NEXTBremen Zwei
Berlin 88,8
Antenne Brandenburg
Radio EinsFritzInfo-RadioKultur-Radio
MDR 1
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
MDR
Schlagerwelt*
(mit Regional-Nachr./3 Länder)
MDR JumpMDR SputnikMDR AktuellMDR Figaro
MDR Klassik*
WDR 2 / NRW
(Aktuelle Welle)
WDR 4WDR-1LIVE
z.T. Junge
Generation
1LIVE-DIGGI*WDR 5WDR 3
HR 1 / HessenHR 4HR 3You FMHR infoHR 2
SWR 1
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 4
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 3Das Ding*SWR-Info*SWR 2
SR 3 / SaarlandSchlagerwelt*SR 1Unser Ding*Antenne SaarSR 2
BR 1 / BayernBR plus*BR 3BR Puls*B5 aktuellBR 2BR Klassik
DeutschlandfunkDLF Kultur
Insgesamt: 63 Programme (davon 10 nur online*)

Weitere 2 Programme / 4 Web-Channels* / 7 Ergänzungs-Programme (E) (insgesamt 13)

NDR (3)Blue* ("Musik abseits der
Charts")


Info Spezial (u.a. Infor.,Sport, Parl.-Debatten,
für Ausländer)
Traffic (E - Verkehr)
MDR (2)Sachsen - Sorbisches Prog. (E)Sachsen extra (E - Sport, Parl .-Debatten)
WDR (4)Cosmo (Infor. u. Welt-Musik) KiRaKa* (für Kinder)Event (E – Sport,
Parl.-Debatten)
Vera (E - Verkehr)
BR (3)Heimat* (Volkstümliche Musik)B5 plus (E – Sport, Parl.-Debatten)B5 Verkehr (E)
DRadioDeutschlandfunk Nova*(Pop-Musik und Wissen)
weitere Web-Channels* (76) - Insgesamt: 152 Hörfunk-Programme und Web-Channels - Stand 6.9.2017
  •  
An den Anfang scrollen
×Suche schließen
Suche