Überspringen zu Hauptinhalt

Das Reform-Konzept für ARD und ZDF „Rundfunk-Agenda 2020“

mehr Qualität     weniger Programme     Kosten senken     Bürger-Beteiligung

mehr Objektivität     Finanzierung über Steuern     faire Rundfunk-Gehälter

Extra-Worte zum Tag

Hat der Blaue Planet eine Chance ?

Viele halten das Internet nur für virtuell. Ein großer Irrtum, denn dahinter steht ein gewaltiges System aus Rechenzentren, Datenleitungen und Knotenpunkten. Und dieses System hat enormen Hunger auf Energie. Wäre das Internet (2018) ein Land, dann hätte es den sechstgrößten Stromverbrauch auf der Erde. Das belegen Untersuchungen, die Greenpeace durchgeführt hat. In der Stadt Frankfurt/Main verbrauchen Rechenzentren bereits mehr Strom als der Internationale Flughafen. Doch kaum noch jemand möchte auf Computer, Smartphones und Dienstleistungen, die darüber angeboten werden, verzichten. Und in der Zukunft dürfte der Energiehunger der Datennetze deutlich steigen. Alle ein bis zwei Jahre verdoppeln sich die internetgestützten Dienstleistungen: Home Office, Industrie 4.0, TV- und Serienstreaming bis hin zum autonomem Fahren und auch nur einfache Klicks bei den Suchmaschinen – allerdings milliardenfach ausgeführt, überall auf der Welt. Und allein in den USA haben Datencenter im Jahr 2013 91 Milliarden Kilowattstunden Strom verschlungen. Hochrechnungen für das Jahr 2020 ergeben einen Verbrauch von 140 Milliarden Kilowattstunden Strom. Weltweit müssten 25 Atomkraftwerke rund um die Uhr Strom produzieren um den Hunger des Internets stillen zu können. So gab die „New York Times“ einmal bekannt, dass Datenzentren von Google allein so viel Strom verbrauchen wie eine Stadt mit 200.000 Einwohnern. Prognosen für die Zukunft sind jedenfalls ein ernst zu nehmendes Alarmsignal. Schließlich soll das Web schon 2030 so viel Strom verbrauchen, wie heute die ganze Weltbevölkerung. 
Aber nicht nur Energie wird in unglaublichen Mengen verbraucht, sondern auch Wasser, Landfläche, Rohstoffe und vieles mehr. Und so hat alles seinen Preis, „aber nichts ist so teuer wie der Fortschritt. Auf den offiziellen Ladenpreis, den wir für den allgemeinen Zugewinn an Wohlstand und Bequemlichkeit zu entrichten haben, folgt zeitversetzt eine Sammlung versteckter Nebenkosten. Die Rechnung wird insgesamt mehrfach gestückelt, gestreckt und gestundet, bis der Empfänger den Eindruck gewinnt, der Fortschritt sei zum Schnäppchenpreis zu haben“ (Gabor Steingart 19.3.2018).

Das aber ist der Irrtum des Jahrtausend, sagen rund 500 Forscher aus 50 Nationen. Sie haben in der größten Gemeinschaftsstudie der Weltgeschichte auf mehr als 8.000 Seiten im Auftrag der UN-Organisation „Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services“ (IPBES) alle Kostenpositionen des Fortschritts aufgelistet. Danach zahlen wir Erdbewohner mit einem globalen Artensterben, einem fortschreitenden Landschaftsverbrauch, mit der Abholzung von Wäldern, der Überfischung der Meere, der Bodenverkarstung und der Verschmutzung der Luft, dass den Planeten kaum eine Überlebens-Chance ermöglicht. Die Studie soll im Mai veröffentlicht und an alle Staats- und Regierungschefs versendet werden.

Die Kernaussagen lauten:
1. Die Menschheit verbraucht Ressourcen in einer Schnelligkeit, die weit über die Fähigkeit des Planeten zur Selbsterneuerung hinausgeht.
2. Allein in den USA wird die Natur im Wert von rund 24 Billionen US-Dollar pro Jahr ausgebeutet.
3. Die Kosten der ökologischen Abwertung werden im Preis der Lebensmittel bis heute nicht berücksichtigt.
4. Der Verlust von Bäumen, Weideland und Feuchtgebieten kostet die Menschheit rund zehn Prozent des jährlichen globalen Bruttoinlandsprodukts.
5. Sinkende Bodenproduktivität und Klimawandel machen die Gesellschaften sozial instabil. In rund 30 Jahren werden sich bis zu 700 Millionen Menschen auf der Flucht vor Überschwemmungen, Dürren und weiteren Naturkatastrophen befinden.

Fazit: „Nach Jahrzehnten des Alarmismus wirkt die Welt abgestumpft. Dabei stehen selbst die Mahner von gestern heute wie Verharmloser da. „Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geliehen“, stand in den Achtzigerjahren auf den grünen Wahlplakaten. Heute muss man sagen: „Gestohlen“ wäre die ehrlichere Vokabel“ (Gabor Steingart). Und welche Visionen, Konzepte oder Antworten haben unsere (Regierungs-) Politiker – haben sie überhaupt welche ? Bezeichnet sich die derzeitige Kanzlerin nicht als „Klima-Kanzlerin“ ? Oder, war es nur Wahlkampf ? Und wie realistisch sind die Ideen der Grünen ? Politikern und auch Bürgern, bleibt nicht mehr viel Zeit – die Uhr tickt.

„In unserem Bundesland wäre das eine Schallmauer“

Die Politiker Söder und Robra zum neuen Rundfunkbeitrag von ca. 18 Euro – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Finanzierung der öffentl.-rechtl. Sendeanstalten ab 2021 grundlegend reformieren. Er sei dafür, dass der Rundfunkbeitrag „automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigt und damit die Inflation ausgleicht“, sagte er dem „Spiegel“ (3.3.2019) in einem Interview. Diese sogenannte Indexierung gebe den Sendern Planungsfreiheit. Außerdem solle den Rundfunkanstalten ein Budget zugewiesen werden, über das sie wie Unternehmen eigenverantwortlich entscheiden können. Deutschland brauche einen guten ÖRR und mit einem festen Budget könnten die Sender langfristig ihren Programmauftrag erfüllen.
Mehr lesen

Hat die ARD vor ihren Kritikern kapituliert ?

Senderlogo ARD.de

Sprechanweisungen vom „Berkeley International Framing Institute“  

„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“: Unter diesem Titel haben die Intendanten des Sender-Verbunds ein Expertengutachten erhalten, das sie selbst in Auftrag gegeben haben. Das Ziel: im Kampf gegen alle Kritiker (auch unliebsamen Politikern und Medienexperten) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestehen. Damit haben die ARD-Oberen bzw. Führungskräfte, eine Sprechanweisung an die Hand bekommen. 

Mehr lesen

Gordischer Knoten in der Medien-Reform-Politik

Politische Mitgestaltung durch Rundfunk-Stiftung möglich  

Die Ministerpräsidenten der 16 Länder stehen vor einer Herkulesaufgabe. Sie müssen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), seine Finanzierungsform und seinen Sendeauftrag reformieren – um ihn zukunftssicher zu machen. Doch seit Jahren blockieren sich Politik und Rundfunk gegenseitig. Der gordische Knoten der Medien-Politik ist offensichtlich unauflösbar: Wie Reformen einfordern, ohne die Rundfunkfreiheit anzugreifen? Inwieweit dürfen die Landes-Gesetzgeber ARD und ZDF trotz Programmautonomie vorschreiben, wofür sie das Geld der Beitragszahler ausgeben? Die Sendeanstalten pochen massiv auf ihren Auftrag der (derzeitigen) „Grundversorgung“ und ihre Programmautonomie. Danach sind direkte Eingriffe ins Programm untersagt, handelt es sich doch um einen staatsfernen Rundfunk. Aber: Mit (Spitzen-) Politikern in den Aufsichtsgremien und einzelnen Politikern, die auch direkt in die Führungsetagen der Sendeanstalten wechseln. 

Mehr lesen

Die BBC spürt den kalten Atem von Netflix & Co.

Sender-Logos BBC.com

860.000 Kündigungen britischer TV-Lizenzen durch die Zuschauer  

Die Briten können, im Gegensatz zu Deutschland, ihr öffentlich-rechtliches Fernseh-Abo kündigen. Und davon machen sie auch zunehmend Gebrauch. Der Erfolg von Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video hat offenbar negative Folgen für die BBC in London. Der wohl bedeutendsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkorganisation der Welt laufen zunehmend die Gebührenzahler davon, wie die Londoner „Times“ berichtet. Demnach musste die BBC innerhalb eines Jahres 860.000 Kündigungen britischer TV-Lizenzen verkraften. Dies entspricht mehr als 2300 Kündigungen pro Tag und markiere den ersten Anstieg von Kündigungen seit fünf Jahren, schreibt die Zeitung. Im Vorjahr (2017) hatten noch 798.000 zahlende Zuschauer ihr BBC-Abo gekündigt. Die Kündigungszahlen seien die ersten offiziellen Daten, die einen „Netflix-Effekt“ belegten, der Zuschauer der BBC komplett den Rücken zuwenden ließe, schreibt die „Times“. „Die BBC spürt den kalten Atem des Netflix-Effekts“, formuliert es die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mehr lesen

Aus dem Innenleben der Landesrundfunkanstalten (ARD)

Programmlogo – ARD.de

„Der Koloß ARD (wird) irgendwann kollabieren“ und so, wie die ARD konstruiert ist, müsse sie immer „teurer und teurer werden, die können nicht reduzieren, weder die Verwaltungen noch die Redaktionen“, so Dieter Lesche (Ex-RTL-Chefredakteur, zuvor bei Radio Bremen und HR Frankfurt tätig) 1989 im SPIEGEL (Nr. 45/46). … So ist „das Behördendenken in den Funkhäusern“ weit verbreitet, „obwohl in keinem Rundfunkgesetz … steht, daß die Leute in den … Anstalten wie Finanzbeamte bezahlt, behandelt, befördert und beschützt werden sollten. Das hat sich dank der weitsichtigen Hinterlist der … Parteien eingebürgert, und nun sind die Journalisten von ihren Gönnern so abhängig wie höhere Beamte und leiden auch so gleichgültig“, so Ex-Chefredakteur E.Elitz (SDR Stuttgart).

Mehr lesen

Berliner Medienforschung senkte Kosten um 51 Prozent

© rbb/Hanna Lippmann
Fernsehzentrum des RBB Berlin

Ministerpräsidenten fordern ARD & ZDF erneut zum Sparen auf

Die 13 öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Deutschlands (inkl. Arte) haben pro Jahr rd. 10 Milliarden Euro zur Verfügung. Und dennoch verlangen sie weitere drei Milliarden für vier Jahre (ARD-Vorsitzender Wilhelm). Am 29.September 2017 haben ARD und ZDF den Auftrag der Rundfunk-Kommission der 16 Länder von Herbst 2016 mit der Abgabe von zwei „Zukunfts-Berichten“ termingenau erfüllt. Doch es hagelte Kritik von allen Seiten. Die Sendeanstalten sollten Sparpläne vorlegen, wie sie 3,6 Milliarden Euro einsparen können. Aber, was sie anboten war eine Mogelpackung. Einsparungen von 2,25 Milliarden – davon entfällt aber die Hälfte (ARD 0,9 Mrd. Euro u. ZDF 0,13 Mrd. Euro) auf die lukrative Altersversorgung der Mitarbeiter, welche die Anstalten mit den Gewerkschaften ausgehandelt haben. Bei den Betriebsausgaben wollen ARD 951 Mio. Euro und ZDF 270 Mio. Euro einsparen – für einen Zeitraum von acht Jahren (ab 2021), pro Jahr also nur 152,6 Mio. Euro.

Mehr lesen
Jetzt aktiv werden! Bürger sagen Ihre Meinung!

Für das bestehende duale Rundfunksystem plädieren 74 Prozent der Bürger. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL, ist nur knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass ARD und ZDF ihren Programmauftrag gut (39%) bzw. sehr gut (9%) erfüllen.

Mehr lesen
Kontoauszug mit Rundfunkbeitrag

Wenn ich im Jahr 210 Euro übrig hätte, würde ich das Geld ausgeben für… Hier können Sie Politikern und Rundfunk-Intendanten direkt mitteilen, wofür Sie ihr kostbares Geld ausgeben würden, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk über Steuern finanziert würde.

Mehr lesen

Haben auch Sie sich schon öfters über die deutschen Radio- und Fernseh-Programme geärgert? Über die Sendungen und ihr Niveau? Über die ausgestrahlten Angebote und die fehlenden Sendungen mit neuen Ideen?

Mehr lesen
GEZ Rundfunkbeitrag

… für Existenzgründer, Klein-Unternehmer, Geringverdiener und Familien und zahlen die Rundfunk-Gebühren für jeweils ein Jahr.

Mehr lesen
Außenansicht des Reichstagsgebäudes am Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag.
Besucher auf dem Platz der Republik.
TEA, Westansicht, Westeingang

Ordnungsnummer: 3652288
Ereignis: Tag der Ein- und Ausblicke,Liegenschaften, Architektur
Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Außenansicht
Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz

Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen.

Der Bundestag mit aktuell 709 Abgeordneten ist zu groß und zu teuer – eine Reduzierung auf 450 Mitglieder ist völlig ausreichend …

Mehr lesen

Politiker brauchen den oldenburgischen Mut

Wie ein gordischer Knoten zerschlagen werden kann

Es gibt Situationen, da gibt es weder ein vor noch ein zurück. Dann handelt es sich in der Regel um ein kompliziertes und komplexes Themengeflecht von großer Tragweite. Politiker treten mit vielen (schönen) Worten in der Öffentlichkeit auf und organisieren unzählige Diskussionsrunden hinter verschlossenen Türen. Und während Politiker (und auch Experten) sich die Köpfe heißreden, haben die Bürger längst gemerkt, dass der „Karren“ festgefahren ist und die gewählten Volksvertreter keine Lösung anbieten können. Auf die Idee, auch mal den ausgelatschten Trampelpfad zu verlassen, um so den gordischen Knoten zu zerschlagen, kommen sie nur selten oder nie.

Mehr lesen

Aufgeblähter Bundestag in Zukunft mit 830 Abgeordneten ?

Besucher beim Hinaufgehen zur Aussichtsplattform der Kuppel über die spiralförmige Rampe. Links der verspiegelte Rüssel und ein Teil des Sonnensegels.

Wahlrechts-Debatte: Vertrauliche Runde mit Bundestagspräsident Schäuble muss „Quadratur des Kreises“ lösen

Die dramatischen Bewegungen bei den Wahlergebnissen der letzten Zeit wirken sich auch auf die Wahlrechts-Debatte aus. Verluste für die (Volks-) Parteien CDU, CSU und SPD und starke Gewinne für die Grünen und die AfD, werden die Anzahl der Überhang- und Ausgleichsmandate bei den nächsten Bundeswahlen erheblich anschwellen lassen.
Als sich der Bundestag vor einem Jahr konstituierte, war er mit 709 Abgeordnete (MdB`s) der größte aller Zeiten – mit 111 Mandaten über der gesetzlichen Mindestgröße von 598. Die Wahlrechtsreform von 2012 hat es möglich gemacht. Es wurde beschlossen, Überhänge durch zusätzliche Mandat auszugleichen, sodass der Parteienproproz, welcher sich aus den Zweitstimmen ergibt, sich auch in der Sitzverteilung widerspiegeln muss. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode hat sich eine kleine Gruppe aus sieben Abgeordneten aller Bundestagsparteien unter dem Vorsitz von Wolfgang Schäuble konstituiert. Die Runde tagt vertraulich und soll Pläne erarbeiten, wonach die Bundestagsgröße nicht noch weiter ausufert und einigermaßen berechenbar bliebt. Es ist wie die „Quadratur des Kreises“, so Schäuble.

Mehr lesen

Krawalle in Chemnitz: Was ist bloß los im Osten?

Liegt die Verantwortung für die Ausschreitungen in Chemnitz „nur“ bei einigen gewaltbereiten Rechtsradikalen? Inwiefern ist es (auch) das Ergebnis von 40 Jahren DDR? Dazu ein Gastkommentar von Rüdiger Jope, gebürtiger Sachse und Chefredakteur des Männermagazins MOVO.
Die Bilder aus Chemnitz sorgten bei mir für einen Flashback. Rückblende: In der sächsischen Kleinstadt, in der ich bis vor einigen Jahren als Pastor tätig war, gab es 2010 das Ansinnen, einen offenen Jugendstrafvollzug einzurichten. Gebäude waren vorhanden, erste Gespräche mit der Stadt liefen. Dann griff die Presse das Thema auf. Am nächsten Morgen entdeckte ich bei meinem Bäcker neben Brötchen und BILD-Zeitung Unterschriftslisten. Die „Wutbürgerwelle“ rollte. Es brodelte im Ort.

Mehr lesen

100 Tage SPD-Vorsitzende Andrea Nahles – Praxisschock auf Bayern-Tour

Droht ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition ?  

Gewählt mit nur 66,4% an die Parteispitze, droht Nahles und der SPD bei der Bayernwahl am 14.10.2018 mit 13% ein Desaster. In Fürth (bei Nürnberg) holte die Partei über 50% und Oberbürgermeister Jung wurde mit stolzen 73% gewählt. Nahles: „Wie habt ihr das geschafft?“ Überschaubarkeit, soziale Kontrolle, keine Anonymität, „außerdem schafft der Mindestlohn sozialen Frieden“, so Jung. Doch OB Jung hat noch andere Botschaften: Aus Bulgarien und Rumänien kämen Familien, teils Roma, mit acht, neun Kindern, „das sind oft Analphabeten, und sie verursachen Riesenärger“. Mit Jobscheinanmeldungen erhielten sie Zugriff auf Sozialleistungen. Das hiesige Kindergeld lockt kräftig an. „Wir müssen eine gemeinsame Linie abstimmen“, sagt Nahles, „etwas machen, was funktioniert.“ Ein Kraftakt, denn die Sache mit dem Kindergeld ist ein Beispiel für den Widerspruch in Nahles’ Partei: SPD-Kommunalpolitiker wollen praxisnahe Lösungen für den Alltag.

Mehr lesen

Merkel, Erbfolgerin des deutschen Widerstands

Sommer-Pressekonferenz von A. Merkel am 20.7.18

„Die Frage, wie wir in Europa vorgehen, ob wir das einseitig machen, ob wir das unabgestimmt machen, ob wir das zu Lasten Dritter machen, ja oder nein, ist für mich eine zentrale Frage meiner Politik“, sagte Merkel. „Diese Pressekonferenz findet am 20. Juli statt. Der 20. Juli ist nicht irgendein Tag in der deutschen Geschichte. Viele Menschen haben ihr Leben für Europa, für ein gemeinsames Europa gelassen. Das sehe ich schon als einen wichtigen Auftrag an, der im Übrigen auch schon in der Präambel des Grundgesetzes niedergelegt ist.“ Der 20. Juli als Begründung für ihre Unbeugsamkeit in der Flüchtlingsfrage: Das ist eine verblüffende Konstruktion. Sie sagt viel über die Kanzlerin im 13. Jahr ihrer Regentschaft. Man könnte sogar zur Meinung gelangen, dass sie nahezu alles sagt.

Mehr lesen

NEW YORK TIMES fordert „Wirrkopf“ Merkel zum Rücktritt auf

Kolumnist und Pulitzer-Preisträger Bret Stephens schreibt „Why Merkel must go“

Im November 2016 rief die „New York Times“ die deutsche Bundeskanzlerin zur letzten „Anführerin der freien Welt“ aus. Das war nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Nun aber meldet sich auch in der größten Tageszeitung der USA eine Stimme zu Wort, die den Rücktritt der Bundeskanzlerin fordert (TAGESSPIEGEL v. 9.7.2018). Der konservative Pulitzer-Preisträger und Kolumnist Bret Stephens, nimmt in seinem Artikel „Why Merkel must go“ kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, warum Kanzlerin Merkel nun doch besser zurücktreten sollte.

Mehr lesen

Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Illustration Simon Neufeld

Pressekonferenz des Caritasverbandes zur Jahreskampagne 2018

Die Suche nach einer Wohnung gestaltet sich für immer mehr Menschen als nahezu aussichtsloses Unterfangen. In vielen Großstädten und Ballungszentren ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Knapper Wohnraum und steigende Mieten treffen mittlerweile nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Menschen aus der Mittelschicht, die als Pfleger, Polizist, Krankenschwester oder Erzieherin arbeiten, spüren ebenfalls, dass bezahlbarer Wohnraum Mangelware geworden ist. Das Problem hat die Mitte der Gesellschaft erreicht.

Mehr lesen

Gerd Müller (CSU) – Bundesumwelt-Minister (Foto bmz)

Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre... | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Die größten Stromfresser im Haushalt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Immer mehr Ehepaare feiern Eiserne Hochzeit | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Immer weniger Scheidungen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Woher die Asylbewerber kommen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Kaum Glasfaser in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Dreiviertel der Deutschen sehen Demokratie in Gefahr | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Berlin mit Fernsehturm
Infografik: So sieht Deutschland fern | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Infografik: Deutsche wollen auch auch über Rundfunkbeitrag abstimmen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Foto MDR: Funkhaus Magdeburg

Der Rundfunk-Beitrag wird stabil bleiben!

Die Bundesländer wollten eigentlich den öffentl.-rechtl. Rundfunk reformieren. Dazu wurde 2016 die Arbeitsgruppe „Auftrag und Strukturoptimierung“ eingerichtet. Der Sendeauftrag sollte neu definiert, der (Behörden-) Betrieb optimiert und die Ausgaben reduziert werden. Und der Rdf.-Beitrag nicht ins uferlose steigen. Doch davon wollen die Landespolitiker nichts mehr wissen. Die Medienpolitik dreht sich im Kreis und die Chefs der Sendeanstalten fordern weitere 750 Millionen Euro jährlich. Obwohl ARD und ZDF pro Jahr über 9 Milliarden Euro verfügen. Dazu sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) aus Mainz, dass der Finanzbedarf die Höhe des Beitrags bestimmt und nicht umgekehrt. Denn beim Thema „Beitragsstabilität“ dürfe man nicht vergessen, dass sich die „Rahmenbedingungen der Auftragsentwicklung“ änderten und der „Kostenaufwand“ steige. Deshalb gehe es um eine „relative Beitragsstabilität“. Doch, welche Erhöhung gilt noch als „relativ stabil“, wenn der Beitrag auf 19 oder sogar 20 Euro steigt? Und nein, nicht die Höhe der Ausgaben bestimmt die Beitragshöhe, sondern der öffentl.-rechtl. Auftrag mit anspruchsvollen Programmen und verantwortungsbewussten Ausgaben. Aber ohne gigantische Fußball-Millionen, 8.800 Krimis im Jahr und 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme. Daher gilt: Weniger ist mehr! Einfach mehr Programm-Qualität. Und auch noch wichtig, die nächsten Wahlen stehen vor der Tür.

Berlin - Bundeskanzleramt
ZDF-Sendezentrale - Mainz - Foto ZDF.de
NEONLICHT

   ARD: „Wir sind deins“ !

Donnerwetter, unsere ARD ist in der Realität angekommen. Der öffentliche Rundfunk gehört doch uns Bürgern und nicht Politikern & Funktionären, Intendanten & Direktoren. In einer großen Offensive mit Spots im Fernsehen, Radio und Internet, sucht der ARD-Dampfer Kontakt zu uns Bürgern. Oder wie es der ARD-Vorsitzende, Ulrich Wilhelm, sagt. „Die ARD dient der Gesellschaft. Dafür wollen wir nicht nur ’senden‘, sondern auch‘ empfangen‘: So setzen wir … auch auf einen verstärkten Dialog mit unserem Publikum, um mehr Transparenz zu bieten und mehr Wissen über die ARD zu vermitteln.“ Aber, liebe ARD, dafür reichen doch Aktionen, wie bunte „Tage der offenen Tür“ und schöne Mitmach-Aktionen, sowie Bilder-Broschüren, nicht aus. Und dann seit ihr auch noch auf der Suche nach Anerkennung bei uns Beitragszahlern. Das habt ihr auch bitter nötig: In der halben Bevölkerung (Alter 14 bis 49 Jahren), erreicht ihr von ARD & ZDF im Jahr 2017 von 100 möglichen Zuschauern nur noch 13! Unglaublich! Daher gilt: Ihr Zuschauer von ARD & ZDF, schaut auf diese Programme und bedenkt, dass ihr diese wertvollen Programme nicht preisgeben dürft – aber mit euren Beiträgen finanzieren müsst. Demokratie nach ARD-Art.

Foto MDR: Funkhaus Leipzig
Foto HR: Funkhaus Frankfurt
Foto SWR: Funkhaus Stuttgart

Neue Artikel

Überblick 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme von ARD & ZDF

Fernseh-Programme

Anmerkungen: Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk (SR) strahlen keine eigenen Programme aus – sie beteiligen sich an den Programmen NDR-FS bzw. SWR-FS. Zu bestimmten Sendezeiten werden für die Länder Bremen und Saarland eigene Sendungen (Aktuelles, Politik, Sport) von der jeweiligen Sendeanstalt ausgestrahlt. Das junge Programm FUNK bietet seine Sendungen nur online an.

9 Landesrundfunk-Anstalten im ARD-Verbund

Hörfunk-Programme & Web-Channels der 9 Landesrundfunk-Anstalten und des Deutschlandradios

 Landes-Infor.- u. Musik-Prog.
(Pop / Softpop)
Schlager-Radios
(z.T. mit Softpop,
Oldies, Evergreens)
Pop- u.
Service-Wellen
(z.T. mit
Ak., Rock)
Junge Radios
(Alternativ-
Musik
u. Infos)
Info-Radios
(Aktuelles
u. Sport)
Anspruchsvolle
Infor.- u. Kultur Programme
Kultur-Programme
16x8x9x9x7x3x11x
NDR 1
Niedersachsen
Welle Nord / SH
Hamburg 90,3
Radio MV
NDR Plus*NDR 2N-JoyNDR InfoNDR Kultur
Bremen EinsBremen VierBremen NEXTBremen Zwei
Berlin 88,8
Antenne Brandenburg
Radio EinsFritzInfo-RadioKultur-Radio
MDR 1
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
MDR
Schlagerwelt*
(mit Regional-Nachr./3 Länder)
MDR JumpMDR SputnikMDR AktuellMDR Figaro
MDR Klassik*
WDR 2 / NRW
(Aktuelle Welle)
WDR 4WDR-1LIVE
z.T. Junge
Generation
1LIVE-DIGGI*WDR 5WDR 3
HR 1 / HessenHR 4HR 3You FMHR infoHR 2
SWR 1
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 4
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 3Das Ding*SWR-Info*SWR 2
SR 3 / SaarlandSchlagerwelt*SR 1Unser Ding*Antenne SaarSR 2
BR 1 / BayernBR plus*BR 3BR Puls*B5 aktuellBR 2BR Klassik
DeutschlandfunkDLF Kultur
Insgesamt: 63 Programme (davon 10 nur online*)

Weitere 2 Programme / 4 Web-Channels* / 7 Ergänzungs-Programme (E) (insgesamt 13)

NDR (3)Blue* ("Musik abseits der
Charts")


Info Spezial (u.a. Infor.,Sport, Parl.-Debatten,
für Ausländer)
Traffic (E - Verkehr)
MDR (2)Sachsen - Sorbisches Prog. (E)Sachsen extra (E - Sport, Parl .-Debatten)
WDR (4)Cosmo (Infor. u. Welt-Musik) KiRaKa* (für Kinder)Event (E – Sport,
Parl.-Debatten)
Vera (E - Verkehr)
BR (3)Heimat* (Volkstümliche Musik)B5 plus (E – Sport, Parl.-Debatten)B5 Verkehr (E)
DRadioDeutschlandfunk Nova*(Pop-Musik und Wissen)
weitere Web-Channels* (76) - Insgesamt: 152 Hörfunk-Programme und Web-Channels - Stand 6.9.2017

  •  
An den Anfang scrollen
×Suche schließen
Suche