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Extra-Worte zum Tag 

London und Brüssel in der Sackgasse

«Eine Woche ist in der Politik eine lange Zeit.» „Dieser Satz wird dem früheren britischen Premierminister Harold Wilson zugeschrieben. Das Brexit-Drama vermittelt in diesen Tagen dazu viel Anschauungsunterricht. Denn gegenwärtig lässt sich beobachten, wie in Grossbritannien die Hektik des politischen Betriebs fast stündlich neuen Höhepunkten zustrebt, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Gleichzeitig wird die Zeit bis zum 29. März, dem Tag des EU-Austritts, immer knapper. Mit der krachenden Abstimmungsniederlage der Regierung beim Scheidungsvertrag mit der EU hat die Unberechenbarkeit der britischen Politik jetzt ein besorgniserregendes Ausmass erreicht. …
Dabei steht längst fest, dass sie (May) als Regierungschefin nur noch eine Aufgabe hat, an der sie gemessen wird: nämlich den EU-Austritt Grossbritanniens nicht zum Desaster werden zu lassen. Aus diesem Grund fliessen alle Energien und Ressourcen in Westminster in die Bewältigung des Brexit. Der Preis dafür ist hoch, weil alle übrigen Themen in den Hintergrund gedrängt werden und ihre Behandlung vernachlässigt wird. Das sind die Kollateralschäden des Streits um den EU-Austritt. … Von der Person Mays abgesehen stellt der Brexit das britische politische System und sogar die ungeschriebene Verfassung Grossbritanniens auf eine Probe. Das fundamentale Problem besteht darin, dass die Stimmbürger im Referendum 2016 anders entschieden haben, als dies eine Mehrheit im Parlament getan hätte. …
Doch in der Bevölkerung stösst dieses Schauspiel auf der Bühne der Politik zunehmend auf Ablehnung. Zu dessen bemerkenswerten Eigenschaften gehört, dass es abwechslungsweise für Langeweile und Erschrecken sorgt. Denn es geht schon seit Monaten immer wieder um die ewig gleichen Fragen und gleichzeitig um die folgenreichste Weichenstellung für das Land auf Jahrzehnte hinaus. Diese toxische Mischung hat zu einem wachsenden Verlust des Vertrauens in die politische Elite geführt, der nichts zu gelingen scheint – und damit nochmals genau das verstärkt, was ursprünglich zum Brexit-Entscheid der Stimmbürger geführt hatte. Es müsste deshalb den Politikern erstens darum gehen, nicht noch mehr Schaden anzurichten, und zweitens, die Ursachen dieses Vertrauensverlustes anzugehen“. NZZ-Kommentar (Zürich) 17.1.2018

Im Hinblick auf die europäische Dimension schreibt Garbor Steingart im „MORNING BRIEFING“ vom 17.1.2018:
„Mit der Abspaltung Großbritanniens aus der Europäischen Union fällt ein tiefer Schatten auf das noch junge 21. Jahrhundert. Die Nachkriegszeit, die eine Ära der Kooperation und Integration begründete, geht zu Ende. Was mit der Ablehnung der Euro-Zone am 23. Juni 2016 begann und seinen vorläufigen Höhepunkt am 27. März 2017 erreichte, als Theresa May gemäß Artikel 50 des EU-Vertrages den Austritt beantragte, strebt in rund zehn Wochen seiner Finalität entgegen. Großbritannien will sich künftig als politischer Wanderbursche durch die Weltgeschichte schlagen, im Windschatten der USA und in Sichtnähe zu den einstigen Partnern in Brüssel, aber auf eigenes Risiko. Es fehlt nur noch der Kompass. Das Europa der Brüsseler EU-Kommission versucht, die Dramatik herunterzuspielen. Großbritannien wird als der arme Irre behandelt … Die Wirklichkeit des Zerfalls wird kuratiert. Oder um es mit Peter Sloterdijk zu sagen: „Was man dem realen Sozialismus zugutehalten muss, ist seine Fähigkeit zum Zusammenbruch. Insofern war er ehrlicher als die westliche Welt.“ So leben wir denn in einer Welt perfekter technologischer Mittel und verworrener politischer Ziele. Europa ist das Schlimmste passiert, was einer Staatengemeinschaft passieren kann: Der Kontinent weiß nicht wohin“.

Senioren retten ARD und ZDF vor dem Niedergang

Foto HMTG: Hannover Kröpcke-Uhr

Zuschauer ab 50 Jahren sind treu und die Jüngeren sind in der neuen Medienwelt –  Das Fernsehen kann sich nur noch auf Zuschauer verlassen, wenn sie älter als 50 Jahre sind. Die Zahlen von Media Control zur durchschnittlichen Sehdauer pro Tag zeigen hier einen ungebrochenen Trend: In der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren ist eine verstärkte Zuwendung über den Zeitraum zwischen 2005 und 2018 festzuhalten – und zwar von 267 auf 297 Minuten. Diese Werte werden von Menschen über 65 Jahren noch deutlich übertroffen. Von 287 Minuten im Jahr 2005 gab es einen Anstieg auf 335 Minuten im Jahr 2018. Das sind je Person fünf Stunden und 35 Minuten Fernsehen.
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Das ZDF ist der große Quoten-Sieger 2018

Einschaltquoten 2018: ARD stagniert und die Privaten verlieren –

Das ZDF war 2018 Deutschlands quotenstärkstes Fernsehprogramm. Mit 13,9 Prozent steigerte sich das ZDF gegenüber dem Jahr 2017 um satte 0,9 Punkte auf den besten Jahresmarktanteil seit 1996. Zwar lief es für die Mainzer in Jahren mit einer Fußball-WM oder -EM immer besser als sonst, aber einen solch großen Zuwachs verzeichnete der Sender seit 22 Jahren nicht mehr. Für „Das Erste“ (ARD) ging es zwar auch etwas nach oben – allerdings nur um 0,2 Zähler auf 11,5 Prozent (Platz 2), den zweitschlechtesten Marktanteil der ARD-Geschichte. Die sieben Dritten kamen auf insgesamt einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die die Gesellschaft für Konsum, Markt- und Absatzforschung (GfK) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erfasst.

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ARD und ZDF fahren schwere Geschütze auf

Ulrich Wilhelm – Foto BR

Ulrich Wilhelm droht wegen Rundfunkbeitrag mit Verfassungsklage in Karlsruhe –

Das Jahr neigt sich dem Ende und die Intendanten Wilhelm (ARD) und Bellut (ZDF) bringen in einer konzertierten Aktion ihre schweren Geschütze gegen die Politiker in Stellung. „Steter Tropfen höhlt den Stein, nach dieser Devise kämpfen die Intendanten von ARD und ZDF für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags nach 2020“ (Tagesspiegel 27.12.2018). Seit Jahren bearbeiten die Intendanten die 16 Landesregierungen mit unzähligen Zahlen und Daten, Vorwürfen und Drohungen. Gebt uns zu den über 9 Milliarden Euro zusätzlich noch 3 Milliarden Euro für vier Jahre (Wilhelm) oder wir müssen (leider) das Rundfunkangebot (deutlich) reduzieren. Und wenn der Rundfunkbeitrag ab 2021 nicht erhöht werden sollte, folgt als Ultima Ratio eine Verfassungsklage: ARD-Chef Ulrich Wilhelm (auch BR-Intendant) droht den Bundesländern mit dem Gang nach Karlsruhe, sollten sie gegen höhere Rundfunkbeiträge votieren. Falls nicht alle Landtage zustimmen sollten, „bliebe als Ultima Ratio die Klärung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe“, sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in München. „Dies würde freilich eine jahrelange Hängepartie bedeuten. In dieser Zeit könnte nicht ordnungsgemäß gearbeitet werden.“

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Der deutsche Rundfunkbeitrag ist mit dem Unionsrecht vereinbar

EuGH-Urteil stärkt öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Das Urteil vom 13.12.2018 aus Luxemburg im Wortlaut:

In Deutschland wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk hauptsächlich durch den Rundfunkbeitrag
finanziert, den u. a. jeder Erwachsene zahlen muss, der Inhaber einer Wohnung im Inland ist.
Dieser Rundfunkbeitrag ersetzte vom 1. Januar 2013 an die alte Rundfunkgebühr, die für den
Besitz eines Rundfunkempfangsgeräts zu entrichten war. Was die Einziehung des
Rundfunkbeitrags angeht, verfügen die öffentlich-rechtlichen Sender über vom allgemeinen Recht
abweichende Befugnisse, die es ihnen erlauben, die Zwangsvollstreckung von rückständigen
Forderungen selbst zu betreiben.

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ARD & ZDF könnten jährlich über eine halbe Milliarde einsparen

Wie geht es weiter mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seiner Finanzierung?

Seit Jahren blockieren sich Politik und Rundfunk gegenseitig. Auf der Tagesordnung steht nun das sogenannte Indexmodell, so Malu Dreyer (SPD), die Regierungschefin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission. Am 5. Dezember will die Runde in Berlin über weitere Schritte diskutieren.

Rückblende ins Jahr 2017: So hatten sich die Ministerpräsidenten der 16 Länder die Reform-Bemühungen von ARD und ZDF nicht vorgestellt. So ideenlos, so unambitioniert, so destruktiv und so bürgerunfreundlich. Anstatt den ganzen (Behörden-) Betrieb mit seinen mehr als 42.000 (festen und freien) Mitarbeitern (plus 4.000 bei der Deutschen Welle – Finanzierung über Steuern) zu optimieren, die Anzahl der 95 Radio- und Fernsehprogramme auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren, die Inhalte auf garantiert öffentlich-rechtliches Niveau zu heben, und die Ausgaben von derzeit über 9 Milliarden Euro deutlich zu reduzieren, boten die 10 Intendanten im Jahr 2017 Änderungen lediglich in Buchhalter-Manier an. Also das, was in privaten Unternehmen ohne Tamtam erledigt wird: Optimierung aller Betriebsabläufe und -Organisationen. Und das mit dem Ziel, die Kosten zu reduzieren – zum Wohle aller Beteiligten.

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In Japan wird die Fernseh-Gebühr gesenkt

Und die ARD fordert zusätzlich 3 Milliarden Euro von den Bürgern

Das geschah in Deutschland bisher nur einmal. Im Jahr 2015 mussten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten von ARD und ZDF auf Druck der Landespolitiker den Rundfunkbeitrag von 17,89 auf 17,50 Euro pro Monat (2,2 Prozent) senken. In Japan dürfen sich die Zuschauer nun freuen – auch ohne Weihnachten. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre senkt die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt NHK (Nippon Hoso Kyokai) die Gebühren (FAZ 28.11.2018). In zwei Schritten bis Oktober 2020 werden die Gebühren um etwa 4,6 Prozent verringert. Zuletzt senkte NHK die Gebühren 2012 um durchschnittlich 7 Prozent. Mit der neuen Verringerung weitet Japan seinen Preisabstand gegenüber der deutschen Rundfunkgebühr von 17,50 Euro im Monat aus. Der NHK-Empfang über terrestrische Sender (zwei Programme) kostet künftig nur noch 1.201 Yen im Monat (9,30 Euro). Für den Empfang von zusätzlich zwei Programmen über Satellit werden künftig 2.128 Yen fällig (16,40 Euro). Der Radio-Empfang ist kostenfrei.

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Jetzt aktiv werden! Bürger sagen Ihre Meinung!

Für das bestehende duale Rundfunksystem plädieren 74 Prozent der Bürger. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL, ist nur knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass ARD und ZDF ihren Programmauftrag gut (39%) bzw. sehr gut (9%) erfüllen.

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Kontoauszug mit Rundfunkbeitrag

Wenn ich im Jahr 210 Euro übrig hätte, würde ich das Geld ausgeben für… Hier können Sie Politikern und Rundfunk-Intendanten direkt mitteilen, wofür Sie ihr kostbares Geld ausgeben würden, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk über Steuern finanziert würde.

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Haben auch Sie sich schon öfters über die deutschen Radio- und Fernseh-Programme geärgert? Über die Sendungen und ihr Niveau? Über die ausgestrahlten Angebote und die fehlenden Sendungen mit neuen Ideen?

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GEZ Rundfunkbeitrag

… für Existenzgründer, Klein-Unternehmer, Geringverdiener und Familien und zahlen die Rundfunk-Gebühren für jeweils ein Jahr.

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Außenansicht des Reichstagsgebäudes am Tag der Ein- und Ausblicke im Deutschen Bundestag.
Besucher auf dem Platz der Republik.
TEA, Westansicht, Westeingang

Ordnungsnummer: 3652288
Ereignis: Tag der Ein- und Ausblicke,Liegenschaften, Architektur
Gebäude / Gebäudeteil : Reichstagsgebäude, Außenansicht
Nutzungsbedingungen: http://www.bundestag.de/bildnutz

Es werden nur einfache Nutzungsrechte eingeräumt, die ein Recht zur Weitergabe der Nutzungsrechte an Dritte ausschließen.

Der Bundestag mit aktuell 709 Abgeordneten ist zu groß und zu teuer – eine Reduzierung auf 450 Mitglieder ist völlig ausreichend …

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Aufgeblähter Bundestag in Zukunft mit 830 Abgeordneten ?

Besucher beim Hinaufgehen zur Aussichtsplattform der Kuppel über die spiralförmige Rampe. Links der verspiegelte Rüssel und ein Teil des Sonnensegels.

Wahlrechts-Debatte: Vertrauliche Runde mit Bundestagspräsident Schäuble muss „Quadratur des Kreises“ lösen

Die dramatischen Bewegungen bei den Wahlergebnissen der letzten Zeit wirken sich auch auf die Wahlrechts-Debatte aus. Verluste für die (Volks-) Parteien CDU, CSU und SPD und starke Gewinne für die Grünen und die AfD, werden die Anzahl der Überhang- und Ausgleichsmandate bei den nächsten Bundeswahlen erheblich anschwellen lassen.
Als sich der Bundestag vor einem Jahr konstituierte, war er mit 709 Abgeordnete (MdB`s) der größte aller Zeiten – mit 111 Mandaten über der gesetzlichen Mindestgröße von 598. Die Wahlrechtsreform von 2012 hat es möglich gemacht. Es wurde beschlossen, Überhänge durch zusätzliche Mandat auszugleichen, sodass der Parteienproproz, welcher sich aus den Zweitstimmen ergibt, sich auch in der Sitzverteilung widerspiegeln muss. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode hat sich eine kleine Gruppe aus sieben Abgeordneten aller Bundestagsparteien unter dem Vorsitz von Wolfgang Schäuble konstituiert. Die Runde tagt vertraulich und soll Pläne erarbeiten, wonach die Bundestagsgröße nicht noch weiter ausufert und einigermaßen berechenbar bliebt. Es ist wie die „Quadratur des Kreises“, so Schäuble.

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Krawalle in Chemnitz: Was ist bloß los im Osten?

Liegt die Verantwortung für die Ausschreitungen in Chemnitz „nur“ bei einigen gewaltbereiten Rechtsradikalen? Inwiefern ist es (auch) das Ergebnis von 40 Jahren DDR? Dazu ein Gastkommentar von Rüdiger Jope, gebürtiger Sachse und Chefredakteur des Männermagazins MOVO.
Die Bilder aus Chemnitz sorgten bei mir für einen Flashback. Rückblende: In der sächsischen Kleinstadt, in der ich bis vor einigen Jahren als Pastor tätig war, gab es 2010 das Ansinnen, einen offenen Jugendstrafvollzug einzurichten. Gebäude waren vorhanden, erste Gespräche mit der Stadt liefen. Dann griff die Presse das Thema auf. Am nächsten Morgen entdeckte ich bei meinem Bäcker neben Brötchen und BILD-Zeitung Unterschriftslisten. Die „Wutbürgerwelle“ rollte. Es brodelte im Ort.

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100 Tage SPD-Vorsitzende Andrea Nahles – Praxisschock auf Bayern-Tour

Droht ein vorzeitiges Ende der Großen Koalition ?  

Gewählt mit nur 66,4% an die Parteispitze, droht Nahles und der SPD bei der Bayernwahl am 14.10.2018 mit 13% ein Desaster. In Fürth (bei Nürnberg) holte die Partei über 50% und Oberbürgermeister Jung wurde mit stolzen 73% gewählt. Nahles: „Wie habt ihr das geschafft?“ Überschaubarkeit, soziale Kontrolle, keine Anonymität, „außerdem schafft der Mindestlohn sozialen Frieden“, so Jung. Doch OB Jung hat noch andere Botschaften: Aus Bulgarien und Rumänien kämen Familien, teils Roma, mit acht, neun Kindern, „das sind oft Analphabeten, und sie verursachen Riesenärger“. Mit Jobscheinanmeldungen erhielten sie Zugriff auf Sozialleistungen. Das hiesige Kindergeld lockt kräftig an. „Wir müssen eine gemeinsame Linie abstimmen“, sagt Nahles, „etwas machen, was funktioniert.“ Ein Kraftakt, denn die Sache mit dem Kindergeld ist ein Beispiel für den Widerspruch in Nahles’ Partei: SPD-Kommunalpolitiker wollen praxisnahe Lösungen für den Alltag.

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Merkel, Erbfolgerin des deutschen Widerstands

Sommer-Pressekonferenz von A. Merkel am 20.7.18

„Die Frage, wie wir in Europa vorgehen, ob wir das einseitig machen, ob wir das unabgestimmt machen, ob wir das zu Lasten Dritter machen, ja oder nein, ist für mich eine zentrale Frage meiner Politik“, sagte Merkel. „Diese Pressekonferenz findet am 20. Juli statt. Der 20. Juli ist nicht irgendein Tag in der deutschen Geschichte. Viele Menschen haben ihr Leben für Europa, für ein gemeinsames Europa gelassen. Das sehe ich schon als einen wichtigen Auftrag an, der im Übrigen auch schon in der Präambel des Grundgesetzes niedergelegt ist.“ Der 20. Juli als Begründung für ihre Unbeugsamkeit in der Flüchtlingsfrage: Das ist eine verblüffende Konstruktion. Sie sagt viel über die Kanzlerin im 13. Jahr ihrer Regentschaft. Man könnte sogar zur Meinung gelangen, dass sie nahezu alles sagt.

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NEW YORK TIMES fordert „Wirrkopf“ Merkel zum Rücktritt auf

Kolumnist und Pulitzer-Preisträger Bret Stephens schreibt „Why Merkel must go“

Im November 2016 rief die „New York Times“ die deutsche Bundeskanzlerin zur letzten „Anführerin der freien Welt“ aus. Das war nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Nun aber meldet sich auch in der größten Tageszeitung der USA eine Stimme zu Wort, die den Rücktritt der Bundeskanzlerin fordert (TAGESSPIEGEL v. 9.7.2018). Der konservative Pulitzer-Preisträger und Kolumnist Bret Stephens, nimmt in seinem Artikel „Why Merkel must go“ kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, warum Kanzlerin Merkel nun doch besser zurücktreten sollte.

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Das Bundeskabinett hat Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2019 und den Finanzplan bis 2022 beschlossen.

Foto BMF / Hendel

Die Bundesregierung stärkt Investitionen in die Zukunft des Landes. Die geplanten Investitionsausgaben belaufen sich in den Jahren 2019 bis 2022 auf insgesamt 151,6 Mrd. €. Das ist ein Wert, der nochmals 8,4 Mrd. € über den im Mai beschlossenen Eckwerten und insgesamt knapp 16 Mrd. € über dem bisherigen Finanzplan aus 2017 liegt. Im Ergebnis werden damit durchgehend Investitionen von jährlich 37,9 Mrd. € gewährleistet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche Infrastruktur, Bildung, Wohnen und Digitalisierung.

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Illustration Simon Neufeld

Pressekonferenz des Caritasverbandes zur Jahreskampagne 2018

Die Suche nach einer Wohnung gestaltet sich für immer mehr Menschen als nahezu aussichtsloses Unterfangen. In vielen Großstädten und Ballungszentren ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Knapper Wohnraum und steigende Mieten treffen mittlerweile nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Menschen aus der Mittelschicht, die als Pfleger, Polizist, Krankenschwester oder Erzieherin arbeiten, spüren ebenfalls, dass bezahlbarer Wohnraum Mangelware geworden ist. Das Problem hat die Mitte der Gesellschaft erreicht.

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Berlin mit Fernsehturm
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Foto MDR: Funkhaus Magdeburg

Der Rundfunk-Beitrag wird stabil bleiben!

Die Bundesländer wollten eigentlich den öffentl.-rechtl. Rundfunk reformieren. Dazu wurde 2016 die Arbeitsgruppe „Auftrag und Strukturoptimierung“ eingerichtet. Der Sendeauftrag sollte neu definiert, der (Behörden-) Betrieb optimiert und die Ausgaben reduziert werden. Und der Rdf.-Beitrag nicht ins uferlose steigen. Doch davon wollen die Landespolitiker nichts mehr wissen. Die Medienpolitik dreht sich im Kreis und die Chefs der Sendeanstalten fordern weitere 750 Millionen Euro jährlich. Obwohl ARD und ZDF pro Jahr über 9 Milliarden Euro verfügen. Dazu sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) aus Mainz, dass der Finanzbedarf die Höhe des Beitrags bestimmt und nicht umgekehrt. Denn beim Thema „Beitragsstabilität“ dürfe man nicht vergessen, dass sich die „Rahmenbedingungen der Auftragsentwicklung“ änderten und der „Kostenaufwand“ steige. Deshalb gehe es um eine „relative Beitragsstabilität“. Doch, welche Erhöhung gilt noch als „relativ stabil“, wenn der Beitrag auf 19 oder sogar 20 Euro steigt? Und nein, nicht die Höhe der Ausgaben bestimmt die Beitragshöhe, sondern der öffentl.-rechtl. Auftrag mit anspruchsvollen Programmen und verantwortungsbewussten Ausgaben. Aber ohne gigantische Fußball-Millionen, 8.800 Krimis im Jahr und 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme. Daher gilt: Weniger ist mehr! Einfach mehr Programm-Qualität. Und auch noch wichtig, die nächsten Wahlen stehen vor der Tür.

Berlin - Bundeskanzleramt
Foto ZDF: Sendezentrum Mainz
NEONLICHT

   ARD: „Wir sind deins“ !

Donnerwetter, unsere ARD ist in der Realität angekommen. Der öffentliche Rundfunk gehört doch uns Bürgern und nicht Politikern & Funktionären, Intendanten & Direktoren. In einer großen Offensive mit Spots im Fernsehen, Radio und Internet, sucht der ARD-Dampfer Kontakt zu uns Bürgern. Oder wie es der ARD-Vorsitzende, Ulrich Wilhelm, sagt. „Die ARD dient der Gesellschaft. Dafür wollen wir nicht nur ’senden‘, sondern auch‘ empfangen‘: So setzen wir … auch auf einen verstärkten Dialog mit unserem Publikum, um mehr Transparenz zu bieten und mehr Wissen über die ARD zu vermitteln.“ Aber, liebe ARD, dafür reichen doch Aktionen, wie bunte „Tage der offenen Tür“ und schöne Mitmach-Aktionen, sowie Bilder-Broschüren, nicht aus. Und dann seit ihr auch noch auf der Suche nach Anerkennung bei uns Beitragszahlern. Das habt ihr auch bitter nötig: In der halben Bevölkerung (Alter 14 bis 49 Jahren), erreicht ihr von ARD & ZDF im Jahr 2017 von 100 möglichen Zuschauern nur noch 13! Unglaublich! Daher gilt: Ihr Zuschauer von ARD & ZDF, schaut auf diese Programme und bedenkt, dass ihr diese wertvollen Programme nicht preisgeben dürft – aber mit euren Beiträgen finanzieren müsst. Demokratie nach ARD-Art.

Foto MDR: Funkhaus Leipzig
Foto HR: Funkhaus Frankfurt
Foto SWR: Funkhaus Stuttgart

Neue Artikel

Überblick 19 Fernseh- und 76 Hörfunk-Programme von ARD & ZDF

Fernseh-Programme

Anmerkungen: Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk (SR) strahlen keine eigenen Programme aus – sie beteiligen sich an den Programmen NDR-FS bzw. SWR-FS. Zu bestimmten Sendezeiten werden für die Länder Bremen und Saarland eigene Sendungen (Aktuelles, Politik, Sport) von der jeweiligen Sendeanstalt ausgestrahlt. Das junge Programm FUNK bietet seine Sendungen nur online an.

9 Landesrundfunk-Anstalten im ARD-Verbund

Hörfunk-Programme & Web-Channels der 9 Landesrundfunk-Anstalten und des Deutschlandradios

 Landes-Infor.- u. Musik-Prog.
(Pop / Softpop)
Schlager-Radios
(z.T. mit Softpop,
Oldies, Evergreens)
Pop- u.
Service-Wellen
(z.T. mit
Ak., Rock)
Junge Radios
(Alternativ-
Musik
u. Infos)
Info-Radios
(Aktuelles
u. Sport)
Anspruchsvolle
Infor.- u. Kultur Programme
Kultur-Programme
16x8x9x9x7x3x11x
NDR 1
Niedersachsen
Welle Nord / SH
Hamburg 90,3
Radio MV
NDR Plus*NDR 2N-JoyNDR InfoNDR Kultur
Bremen EinsBremen VierBremen NEXTBremen Zwei
Berlin 88,8
Antenne Brandenburg
Radio EinsFritzInfo-RadioKultur-Radio
MDR 1
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
MDR
Schlagerwelt*
(mit Regional-Nachr./3 Länder)
MDR JumpMDR SputnikMDR AktuellMDR Figaro
MDR Klassik*
WDR 2 / NRW
(Aktuelle Welle)
WDR 4WDR-1LIVE
z.T. Junge
Generation
1LIVE-DIGGI*WDR 5WDR 3
HR 1 / HessenHR 4HR 3You FMHR infoHR 2
SWR 1
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 4
B.-Württemberg
Rheinland-Pfalz
SWR 3Das Ding*SWR-Info*SWR 2
SR 3 / SaarlandSchlagerwelt*SR 1Unser Ding*Antenne SaarSR 2
BR 1 / BayernBR plus*BR 3BR Puls*B5 aktuellBR 2BR Klassik
DeutschlandfunkDLF Kultur
Insgesamt: 63 Programme (davon 10 nur online*)

Weitere 2 Programme / 4 Web-Channels* / 7 Ergänzungs-Programme (E) (insgesamt 13)

NDR (3)Blue* ("Musik abseits der
Charts")


Info Spezial (u.a. Infor.,Sport, Parl.-Debatten,
für Ausländer)
Traffic (E - Verkehr)
MDR (2)Sachsen - Sorbisches Prog. (E)Sachsen extra (E - Sport, Parl .-Debatten)
WDR (4)Cosmo (Infor. u. Welt-Musik) KiRaKa* (für Kinder)Event (E – Sport,
Parl.-Debatten)
Vera (E - Verkehr)
BR (3)Heimat* (Volkstümliche Musik)B5 plus (E – Sport, Parl.-Debatten)B5 Verkehr (E)
DRadioDeutschlandfunk Nova*(Pop-Musik und Wissen)
weitere Web-Channels* (76) - Insgesamt: 152 Hörfunk-Programme und Web-Channels - Stand 6.9.2017

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