michael-jin-1FBfneQMDsI-unsplash.jpg
logo_logo white.png

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) muss schlanker, preiswerter, qualitativ besser und bürgernäher werden. Mit weniger Programmen, aber mit mehr Niveau. Und mit mehr Meinungsvielfalt.

Neue ARD-Forum:

Einfach.

TELE-BISS Programm-Kritik

Von Anne bis Sandra - Ampel oder Jamaika?

Die Wahlbürger haben ihr Votum abgegeben, die Ergebnisse sind ausgezählt - bis auf Berlin und sein Wahlchaos und bei ARD und ZDF laufen die Talk-Runden auf Hochtouren. 

 

Während die Spitzenpolitiker für eine neue Regierungs-Koalition sondieren, soll es eine Ampel- oder Jamaika-Koalition werden, zerbrechen sich die Dauertalker im Fernsehen die Köpfe: Wer mit wem und wenn ja, warum. Allerdings haben Anne Will, Maybritt Illner, Sandra Maischberger und Frank Plasberg ein großes Problem: Sie haben kaum Informationen über den jeweiligen Wasserstand und so spekulieren sie und ihre Gäste (fast immer die gleichen) in den blauen Himmel. 

Spekulieren zählt aber zur Königsdisziplin bei Politik-Journalisten (nicht nur Robin Alexander) - da blühen sie so richtig auf. Unterstützt werden sie dabei von den bekannten Professoren - täglich zu begutachten, insbesondere bei PHOENIX. Und so lassen sich zum Sparpreis unzählige FS-Stunden füllen. Die Bürger können (sollten) umschalten - bis die Parteispitzen geschlossen vor die Kameras treten und DAS Ergebnis ihrer (erfolgreichen) Verhandlungen der Öffentlichkeit mitteilen.​

Aber nicht so !

 
Der Rundfunkbeitrag soll erhöht werden - auf 18,36 Euro. Schon jetzt zahlen wir Bürger von der Jahresgebühr von 210 Euro, drei Euro nur für die ÖRR-Betriebs-Renten von ARD und ZDF. Diese beträgt im Durchschnitt pro Monat und Pensionär ca. 2.000 Euro (20. KEF-Bericht). Bei Rentnern sind es 578 Euro und bei Rentnerinnen sogar nur 245 Euro - im Monat (Uni. Duisburg-Essen 2016). Ist das gerecht? Sind die Unterschiede nicht zu groß? Sollte es hier eine Angleichung geben? 

Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema? 

 

Werden Sie aktiv und diskutieren mit uns

auf Facebook und Twitter.

Die ARD will mehr Werbung 

kopf2.jpg
manfred-krupp-108~hr.de_t-1498829092418_v-16to7__medium.jpg

Im Fernsehen darf die ARD von Montag bis Samstag jeweils 20 Minuten Werbung ausstrahlen. Die Brutto-Einnahmen für 2019 betragen immerhin 298,6 Mio. Euro. Doch damit will sich die ARD nicht zufrieden geben. Auf der jährlichen „ARD-Medienlese“, veranstaltet von der Vermarktungstochter ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) für ihre Top-Werbekunden, im Frankfurter Luxushotel Villa Kennedy (neben Erfolgsmeldungen geht es um Ausblicke auf kommende Programmhighlights im ERSTEN), sorgte die AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger für eine medienpolitische Überraschung. Sie präsentierte zwei Tortendiagramme zur Werbeakzeptanz aus der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation. Danach finden 73 % der Deutschen Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Ordnung und auch 59 % würden Werbung in den Mediatheken von ARD und ZDF akzeptieren.

 

Die ARD-Vermarkterin ließ die Daten unkommentiert und erwähnte auch nicht, dass dem ÖRR jegliche Form von Werbung auf digitalen Plattformen gesetzlich verboten ist. Der HR-Intendant Manfred Krupp ergriff das Wort und kam direkt auf den Punkt. Zuvor würdigte er noch das Rundfunkbeitragsurteils des Bundesverfassungsgerichts: "Uns wurde bescheinigt - wir sind unverzichtbar!" Unsere Zukunft liegt immer mehr im Digitalen und in der zeitunabhängigen Nutzung von Video und Audio. Das größte Wachstum haben wir nicht mehr bei den Jungen, sondern in den mittleren Altersgruppen. Die Nutzungsdauer beim zeitversetzten Bewegtbild beträgt bei: 14-29-Jährigen 78 %, 30-39-J. 54 %, 40-49-J. 39 % - bei über 50-J. über 14 % und bei über 70-J. nur 3 %. Insgesamt nutzen nur noch 69 % lineares Fernsehen.

Für die ÖRR-Werbung werde es als Folge dieser Entwicklung immer schwieriger, so Krupp: "Im linearen TV nimmt die Werbung ein Prozent unserer täglichen Sendezeit ein, im Digitalen herrscht Wüste. Das muss einen beschäftigen, denn wenn die

hr-Intendant Manfred Krupp - Foto  hr.de

Werbung perspektivisch abnimmt, muss der Beitrag entsprechend steigen." Wenn ARD und ZDF werbefrei wären, so Krupp, läge der Rundfunkbeitrag heute bei mindestens 20 Euro. Sein Fazit: Die Politik könne ihr Ziel der Beitragsstabilität nicht halten, wenn mit dem Rückgang der linearen Nutzung auch die Werbung wegfalle.

 

"Sie sollten sich dafür einsetzen", empfahl Krupp der Werbewirtschaft, "dass Sie bei uns auch in der Mediathek und in der Audiothek werben dürfen, wenn Sie weiterhin Menschen erreichen wollen, die Qualität suchen und denen Gemeinwohl am Herzen liegt. Wir sind da eher schüchtern und zurückhaltend, wie es unsere Art ist. Aber Sie können das zum Thema machen." Durch das BVG-Urteil erhält der ÖRR in den nächsten vier Jahren zusätzlich 1,6 Mrd. €, jährlich stehen rd. 10 Mrd. € zur Verfügung und dennoch wird wieder das Klagelied angestimmt. Die Medienpolitik sprach bisher nicht über eine Liberalisierung der ÖRR-Werberichtlinien. Warum der Intendant vom Hessischen Rundfunk gestern diese Flanke öffnete, dürfte die Öffentlichkeit mit Kopfschütteln quittieren. Denn nun sind wieder lautstarke Grundsatzdebatten zu erwarten – nicht nur aus den östlichen Ländern wie Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Und das kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit.

 

Medien & Politik

Medien

Extra-Worte

Politik

Fernseh-Programme

Screenshot 2020-11-13 at 12.10.47.png

Anmerkungen: Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk (SR) strahlen keine eigenen Programme aus - sie beteiligen sich an den Programmen NDR-FS bzw. SWR-FS. Zu bestimmten Sendezeiten werden für die Länder Bremen und Saarland eigene Sendungen (Aktuelles, Politik, Sport) von der jeweiligen Sendeanstalt ausgetrahlt. Das junge Programm FUNK biete seine Sendungen nur online an.

9 Landesrundfunk-Anstalten im ARD-Verbund

Screenshot 2020-11-13 at 11.10.59.png

folge uns:

twitter  @NeueARD_Forum  *  facebook  ardzdfReform

Überblick 19 Fernseh- und 77 Hörfunk-Programme von ARD und ZDF

Hörfunk-Programme und Web-Channels der 9 Landesrundfunk-Anstalten und des Deutschlandradios

Hördfunk Channels

Insgesamt: 63 Programme (davon 10 nur Online*)

Weitere 2 Programme / 4 Web-Channels* / 7 Ergänzungs-Programme (E) (insgesamt 13)

weitere ARD channels

weitere Web-Channels* (76) - Insgesamt: 152 Hörfunk-Programme und Web-Channels - Stand 06.09.2017