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Kamera  –  Ihr Film- und Fernseh-Exposé für Studios, Babelsberg & Hollywood

Exposé

Bevor eine Förderung, eine Fernsehredaktion oder ein Produzent möglicherweise Geld in die Entwicklung eines Drehbuchs investiert, ist es notwendig, ein Exposé abzuliefern, welches in wenigen Sätzen die Idee, das Besondere einer Geschichte erfasst und die Grundbausteine und Figuren möglichst interessant beschreibt. Förderungen verlangen übrigens über das Exposé hinaus meist eine ausgearbeitete Szene als Arbeitsprobe.

Solch ein Exposé kann 1-4 Seiten lang sein, und sollte ohne Anstrengung zu lesen sein. Die Entscheider wollen nicht viel Zeit investieren, sie bekommen täglich eine größere Menge Exposés auf den Schreibtisch.

Der Vorteil des Exposés

Man muss nicht zuviel Arbeit in das Projekt investieren, um einschätzen zu können, ob die Idee auf Interesse trifft. Der Nachteil: Man muss seine groben Handlungsbögen sehr früh festlegen.

Es ist merkwürdig, manchen Autoren fällt es ganz leicht, einen lockeren Entwurf ihrer noch zu schreibenden Geschichte auf ein paar Seiten niederzuschreiben, und andere tun sich unendlich schwer damit, weil ihre Geschichte mit dem Entstehen des Drehbuchs erst entsteht. Diese Unterschiede sagen nichts über die Qualität eines späteren Drehbuchs, sie sind nur Resultat unterschiedlicher Arbeitsweisen am Drehbuch. Manche Autoren entwerfen erst das Ende ihres Buches, um sich dann mit den Fäden und Bögen der vorangegangenen Szenen zu beschäftigen.

Was gehört nun unbedingt in so ein Exposé hinein? Nun, prinzipiell ist es eine Art Inhaltsangabe, bereichert mit einigen filmspezifischen Eigenheiten. Naja, und interessant sollte sich die Geschichte auch anhören.

Wenn man beim Schreiben die folgenden Fragen beantworten kann, sollte nicht mehr all zu viel schief gehen.

  • Wann und wo spielt die Handlung?
  • Wer sind die wichtigsten Charaktere?
  • Welches ist die Erzählposition (Perspektive, Point of View)?
  • Worin besteht der Konflikt zwischen den Charakteren?
  • Welche Entwicklung nimmt die Geschichte?
  • Worin besteht der Höhepunkt und wie endet der Film?

Die Fragen sollen natürlich nicht mechanisch in der vorgegebenen Reihenfolge abgearbeitet werden, sondern sich beim Lesen aus dem Exposé beantworten lassen.

Auf der Seite „Kamera“ können Sie als Autor ihr Exposé veröffentlichen und erreichen somit ein großes Publikum. Auch Film- und Fernseh-Studios können Sie auf diesem Weg auf ihr kreatives Werk aufmerksam machen. Ihr Exposé sollte 1 bis maximal 3 Seiten lang sein und geben Sie bitte das jeweilige Genre zu Beginn an.

Exposé im Auftrag

Wird ein Exposé im Auftrag geschrieben, so liegen die Honorare dafür zwischen 0 und ca. 2000 Euro, je nach Bekanntheitsgrad und Professionalität der Vertragspartner.

Wird es nicht in Auftrag sondern in eigenem Risko geschrieben, sollte man es nicht blind durch die Medienwelt verschicken. Da ja die Elemente der Geschichte nur grob skizziert sind und durch minimale Änderungen bereits eine etwas andere Richtung erhalten können, ist nie auszuschließen, dass jemand einfach die Ideen stielt und umschreibt.

Es gibt keinen wirklichen Schutz davor, erst ein veritables Drehbuch erlaubt präzisere Festlegungen und (vorausgesetzt man hat es geschützt) den Nachweis möglicher Urheberrechtsverletzungen.

Beispiel für ein Exposé

» DIE ZEIT MIT MIR «

Exposé zu einem abendfüllenden Spielfilm

Eine Handvoll Menschen in einer Großstadt von Heute. Unerwartet bekommen sie Besuch vom Schicksal. Sie sind wie verirrte Sterne am Nachthimmel. Sie wissen nichts voneinander, dennoch sind sie miteinander verbunden.

Einige Flüchtlinge des Bürgerkriegs im fernen Mittelasien, klettern im Morgennebel am Stadtrand aus einem verunglückten LKW. Mit ihnen klettert noch jemand aus dem Fahrzeug: Der Tod, in Gestalt eines verführerischen, charmanten älteren Herren, namens Meghal. Seinen ersten Job, den Fahrer des LKW aus dem Leben zu reißen, hat er soeben erfolgreich ausgeführt. Er hat eine ungeheure, Entfernungen und Grenzen überwindende, Wahrnehmung für das Sichtbare und das Verborgene, doch vor Irrtum ist er nicht gefeit.

Sein nächster Job ist, Ratze, einen vom Leben enttäuschten jungen Obdachlosen mit Hilfe der Melodie seiner Spieluhr, in den Tod zu locken. Durch eine Verwechslung heftet Meghal sich jedoch einem ganz anderen, keineswegs Lebensmüden an die Fersen: Lucas. Der arbeitet als Lichtgestalter und probiert, fasziniert vom Licht und dessen Anziehungskraft, immer neue Installationen aus.

Anna, seine ca. 30jährige neue Nachbarin ist Verkäuferin. Der jüngste Umzug ist nicht ihr erster in der letzten Zeit. Nach jeder Krise wechselt sie Arbeitsstelle oder Wohnung. Ihre erste Begegnung ist eher zufällig. Lucas soll Anna ein Geschenk ihrer Mutter überbringen und gerät dabei unverhofft in die Rolle des neuen Liebhabers. Mit dieser Behauptung nämlich gelingt es Anna, den Nachstellungen ihres letzten Freundes zu entkommen.

Lucas entgeht mehrfach nur knapp dem für ihn unsichtbaren Todesdrängen Meghals. Er bemüht sich um Anna und versucht, ihre Gefühle zu verstehen, doch ihre Bindungsangst drückt sich in abrupten Stimmungswechseln aus. Die Erinnerung an das plötzliche Verschwinden ihres Vaters vor vielen Jahren sitzt zu tief. Zwischen den Beiden beginnt eine zärtliche, wilde und unerbittliche Liebe mit ungewissem Ausgang.

Eines Abends wartet Annas Mutter, eine Trinkerin, vor der Tür der Tochter, weil sie ihre Schlüssel verloren hat. Eine Treppe tiefer versucht Meghal gerade wieder, das vermeintliche Ziel seines Auftrages, Lucas, mit Hilfe seiner Spieluhr zum Sterben zu bewegen.

Doch als sie nach langem Warten zuletzt geht, stürzt sie auf den Stufen im Dunkeln über Meghal. Es ist ihr furchtbar unangenehm, und sie möchte es wieder gut machen. So nimmt sie ihn kurz entschlossen mit in ihre Stammkneipe, wo sie ihre Kumpel Wolle und Ratze treffen, vom Leben Geschlagene, denen der Tod gerade soviel wert ist wie das Leben. Meghal erkennt Ratze nicht. Obwohl er kein Wort spricht, erweckt er ihr Vertrauen.

So leert Meghal viele Gläser, versinkt zunehmend in die dumpfe Trinkfreundschaft. Schließlich kommt ihm Annas Mutter, auf ihrer Suche nach Sinn und Zuwendung, näher und näher. Meghal vergißt immer mehr seine schicksalhaften Aufträge…

Für ihre Freundin Mona tut sie alles und schreckt auch nicht davor zurück, in fremde Wohnungen einzubrechen. Er begibt sich auf eine lange Suche nach ihr in der Großstadt. Nach einem unerwarteten Streit mit Wolle, bei dem beinahe Meghals Identität aufgeflogen wäre, wird Meghal aus der Trinkerclique ausgestoßen. Hilflos irrt er durch die Straßen der Stadt, bis sein Verstand langsam wieder die klaren Ziele seines Auftrages erfaßt.

Erst als er den ahnungslosen Lucas auf einem U-Bahnhof umzubringen sucht, klärt sich die Verwechslung auf, und Meghal erkennt in Ratze den jungen Mann vom Anfangsbild. Voll kindlichem Vertrauen folgt Ratze ihm. Lucas wirkt einsam. Selbst auf seiner Party kann er mit seinen Freunden nur wenig anfangen. Nur mit Umut, seinem Arbeitskollegen, tauscht er sich regelmäßig aus. Ihre sehr verschiedenen Charaktere zeigen auch ihre gegensätzliche Einstellung zu Frauen. Während Umut immer neue Affären hat, wagt sich Lucas nur langsam an jemanden heran. Dass Anna so wechselhaft ist, macht es nicht einfacher.

Irgendwann hört Anna damit auf, Lucas ständig von sich zu stoßen und gewinnt langsam Vertrauen. Für Meghal gibt es nichts mehr zu tun und er verschwindet, wie er gekommen ist, über einen holprigen Acker im Nebel.

Quelle: https://www.movie-college.de/filmschule/drehbuch/expose


Genres

Auch, wenn die Welt komplizierter geworden ist und Erzählweisen und Inhalte sehr vielschichtig, es gibt sie dennoch, die Erzählmuster, nach denen man Drehbücher und Filme kategorisiert.

Örtlichkeit, Zeitebene, Inhalt, Themen, Stil, Struktur und Figuren sind mögliche Kriterien der Einteilung und Unterscheidung. Es gibt zahllose Zwischen-, Misch- und Unterformen, doch an dieser Stelle seien nur die wichtigsten, klar unterscheidbaren Genres genannt.

Action

Dieses Genre zeichnet sich vor allem durch Tempo aus, denn ihre Helden werden durch zahlreiche Verfolgungsjagden, Kämpfe, Kriege, Fluchten und Abenteuer getrieben. Dabei müssen sie zumeist gegen schier übermächtige, gemeine, rücksichtlose und hinterhältige Gegenspieler bestehen. Die Gründe, weshalb die Bösewichte so böse sind, lassen sich meist leicht erklären: Habgier, beschädigtes Selbstbewusstsein oder die simple Absicht, die Welt zu zerstören, gehören zu den beliebtesten Motiven. Diese Filme sind voller Stunts und Special Effects. Und eigentlich ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Helden am Ende gewinnen.

Untergeordnete Genres sind: Spionagefilme, Abenteuerfilme, Sportfilme, Karatefilme etc.

Drama

In einem Drama handeln die Filmfiguren mutig, tapfer oder heldenhaft und haben dafür absolut richtige und nachvollziehbare Gründe. Die klassischen Werte wie Ehre, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit treiben so manches Drama voran. Die Leidensschwelle für den Zuschauer ist nicht so hoch wie beim Melodrama, dafür geschehen die Dinge aber auch aus in sich logischen Beweggründen. Die erzählten Geschichten werden als realistisch empfunden, als Wiedergabe von Lebenswirklichkeit unter verschiedensten Bedingungen. Dramen erzählen die ganze Palette menschlicher Gefühle und daraus resultierenden Verhaltens. Wünsche, Hoffnungen, Enttäuschungen oder auch Erfolg werden in sozialen Gegebenheiten angesiedelt, die dem Zuschauer wohlbekannt oder absolut fremd sind. Manche Dramen sind aufklärerisch, versuchen Vorurteile und Ängste abzubauen. Andere prangern Missstände in Politik und Gesellschaft und Ungerechtigkeiten an.

Fantasy

Dieses Genre entführt uns in Welten, die es so nicht gibt und auch nicht gegeben hat. Der Stoff, aus dem diese Geschichten gewebt sind, entstammt den Märchen, der Fantasie, den Träumen. Hier ist alles möglich und unmöglich. Physikalische Gesetze verlieren ihre Bedeutung, Zauber und Magie ermöglichen den Filmhelden die unglaublichsten Taten. Aber auch die Antihelden, die Bösen, die Bedrohlichen, die Hexen und Stiefmütter verwenden übernatürliche Mittel, um die Guten in Bedrängnis zu bringen. Gerne werden Fantasyfilm in pseudohistorischen Welten, in der Mythologie oder Zeit der Dinosaurier angesiedelt. Aber auch Berührungen mit der Science-Fiction- oder Comic-Welt werden gerne gesucht.

Historische Filme, Epen

Begebenheiten, die man aus der Literatur oder Geschichte kennt, oder historische Situationen, Veränderungen stehen meist im Mittelpunkt dieser Kostümfilme. Manchmal werden auch längere Zeitspannen erzählt, ein ganzes Menschenleben oder mehrere Generationen. Biblische Zeiten, die Antike aber auch Mittelalter, Renaissance oder Romantik bilden häufig den Hintergrund für die Filmhelden. Dabei werden Themen wie in anderen Genres auch, im historischen Umfeld angesiedelt. Die großen Themen wie Religion, Thronfolge, Pest, Völkerwanderung, Landflucht, Aufbruch in die Moderne, Besiedelung neuer Kontinente erlauben es, bekannte menschliche Konflikte und Affinitäten in anderem Licht zu erzählen.

Komödie

Sie erzählt leichtfüßig und beschwingt dramatische Geschichten mit der Absicht, das Publikum zu amüsieren. Dabei können die Widrigkeiten des Alltags, die kleinen und größeren Katastrophen der Filmhelden zum Katalysator des Publikums werden, die in ihrem Alltag unter eben diesen Schwierigkeiten leiden müssen. Eigentlich sind Komödien Abwandlungen des klassischen Dramas. Gute Komödien transportieren stets auch Ernst und nicht selten auch Traurigkeit. Armut und Hungersnöte waren häufig der Hintergrund in frühen Slapstick-Komödien. Über das Leid, Ungemach, Pech oder Misserfolg anderer zu lachen hilft, die eigenen Fehlschläge leichter zu ertragen. Vorläufer der Komödie waren die Slapstick-Filme, die von Laurel & Hardy, Charlie Chaplin und anderen zu einer hohen Kunstform entwickelt wurden.

Kriminalfilm

Wie der Name Krimi schon sagt, dreht sich alles um Verbrechen, um ihre Planung, Ausführung, Vereitelung oder Aufklärung. Je nach Gewichtung haben wir es mit einem Gangsterfilm, einem Polizeifilm oder einem Detektivfilm zu tun. Der Gangsterfilm erzählt von Machtstrukturen der Unterwelt, von Aufstieg und Fall eines Gangsterbosses, von Bandenkriegen. Der Polizeifilm beschäftigt sich mit der Aufklärung von Verbrechen oder dem Verhindern neuerlicher Straftaten. Der Klassiker dieses Genres ist „M“ von Fritz Lang.

Varianten des Polizeifilms stellen Polizeipsychologen oder auch schon mal Pathologen in den Mittelpunkt. Der Detektivfilm überlässt die Hauptarbeit der Verbrechensaufklärung oder Konfliktlösung einem Privatschnüffler. Viele Filme dieses Genres (vor allem in der Schwarzweiß-Ära) wurden auch als Film Noir bezeichnet.

Kriegs- und Antikriegsfilm

Die Verarbeitung erlebter Kriege, aber auch die Warnung vor ihren Schrecken ist moralischer Hintergrund zahlloser Filme bei denen wichtige Hauptfiguren in Tarn- oder Glamouruniform zumeist historische Gefechte nachspielen. Einige Beispiele dieses Genres arbeiten mit der klassischen Unterteilung in Gut und Schlecht, ähnlich den Western mit ihrer Cowboy- und Indianer-Philosophie. Intelligentere Beispiele für Kriegsfilm schaffen es aber als Botschaft die Erkenntnis zu vermitteln, dass Kriege auf allen Seiten nur Verlierer hervorbringen. Es geht um Trennungen, Verluste, ums Überleben unter unmenschlichen Bedingungen, um Leben und Tod, Gewissensfragen, Unmenschlichkeit, innere Widersprüche, manchmal leider auch nur um viel Rauch, Stahl und Blutvergießen. Der unmenschliche Erste Weltkrieg des vergangenen Jahrhunderts hat auch die ersten Filme dieses Genres ausgelöst.

Melodrama

Melodramen beschäftigen sich gerne mit menschlichen Schicksalen in Ausnahmesituationen. Unerfüllte Liebe, zerstrittene Familienbande, unheilbare Krankheiten oder tragische Unfälle werden gerne als Basis stark emotionalisierter Konstellationen gewählt. Ein wichtiger Unterschied zum Drama liegt darin, dass die Filmfiguren zu erstaunlichen Taten imstande sind, dies aber aus eigentlich völlig unbedeutenden Beweggründen wie unlogische Ehre, sinnlose Tapferkeit etc. Sie handeln so, weil sie eben nun mal so handeln müssen, und der Zuschauer leidet intensiv mit ihnen und fragt sich dauernd: Warum kann der Filmheld nicht einfach bei der Frau seines Herzens bleiben? Melodramen werden in den amerikanischen Studios auch gerne als „woman´s pictures“ bezeichnet, da sie vor allem das weibliche Publikum ansprechen.

Musicals

Gesungene und getanzte Geschichten sind heutzutage selten geworden. Die große Ära der Musicalfilme begann mit dem Tonfilm und endete in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Irgendwie irritiert es die Zuschauer besonders in ansonsten real erzählten Geschichten, wenn die Filmfiguren plötzlich tanzend und singend ihre Emotionen zu untermauern suchen. Heutzutage fällt man allein schon dadurch auf, dass man dieses Genre überhaupt aufgreift. Aber besonders die neuen indischen Tanzfilme aus der „Bollywood“-Fabrik gewinnen in der westlichen Welt an Beliebtheit. Da das größte Fundament dieser indischen Film-Musicals im Gesang und Tanz liegt, werden diese beiden Ausdrucksweisen oft nicht so sehr mit der eigentliche Handlung verbunden wie im westlichen Musical.

Science Fiction

Wichtigstes Kriterium für Science Fiction ist, dass die Geschichten weder in Vergangenheit noch Gegenwart angesiedelt sind. Ihre Plattform ist die Zukunft, sei es in High-Tech oder absolut archaisch in Wüste, Staub und Asche. Ort der Handlung kann die Erde sein, aber genauso gut ein Raumschiff oder andere Planeten. Dieses Genre erlaubt es, mit den vorhandenen Stilen, Staatsformen, Moral etc. zu spielen, neue Zusammenhänge zu erdenken, heutige Entwicklungen in ihre zukünftigen Konsequenzen hineinzudenken. Zukunfts-angst oder Furcht vor technischen oder medizinischen Fehlentwicklungen und vor Katastrophen gehören zu den wichtigen Themen der kritischen Vertreter dieses Genres. Alles, was Menschen bewegt, Religion, Macht, Liebe usw., lässt sich in Zukunftsmodelle hineindenken. Klassiker: „Reise zum Mond“ von Georges Melies und „Metropolis“ von Fritz Lang.

Thriller und Horror

Den Filmhelden geht es zu Beginn meistens gut, ja, häufig sogar besonders gut, sie sind glücklich, haben viele erfreuliche Dinge vor sich, kommen vielleicht gerade von einer Feier. Plötzlich und unerwartet taucht dann eine massive Bedrohung auf, welche die Filmhelden vorzugsweise in schutzlosen Situationen trifft. Allein, gerne in Dusche oder Bad, aber auch auf einsamen Straßen in leerstehenden Häusern versuchen Sie dann, dem Schrecklichen zu entgehen. Manche Horrorfilme versuchen ihren Plots eine gewisse Moral zu geben, indem menschliches Fehlverhalten zum Auslöser für das Auftauchen des Schreckens genommen wird. Beispiel: Ein alter Friedhof wurde für das neue Einkaufszentrum planiert und deshalb müssen die Untoten plötzlich losspuken. Oder: Ein Vorfahre des stolzen Hausbesitzers hat im vorigen Jahrhundert einen Menschen ermordet, dessen Seele auf Rache sinnt.

Varianten: Grusel-, Monster-, Vampir und Katastrophenfilme

Western

Ein typisch amerikanisches Genre, welches die Mythen des Landes, seine Geschichte, Besiedelung und Freiheitsdrang seiner Vorfahren je nach Ausrichtung kritisch oder glorifizierend wiederspiegelt. Der Bürgerkrieg des 19. Jahrhunderts, die Abschaffung der Sklaverei, die Eroberung des Wilden Westens, die Vertreibung der Indianer gehören zu den Hauptthemen. Die speziellen Charaktere Cowboy, Sheriff, eine schöne Lady und der Bösewicht gehören generell zu jedem Westernfilm, genauso wie sie bestimmte Elemente Saloon, Duelle, Pferdekutschen, karge Landschaften, Holzhäuser und Indianersiedlungen.

Quelle: https://www.movie-college.de/filmschule/filmtheorie/genres


Drehbuch – Theorie und Praxis

In dieser Abteilung unterscheiden wir zwei grundsätzlich unterschiedliche Bereiche, die sich doch wieder überschneiden: Das Entwickeln, Recherchieren und Schreiben und das Lesen von Drehbüchern, welches man ebenfalls unter verschiedenen Aspekten vornehmen kann.

Lesen
Sobald Sie ein Drehbuch durcharbeiten, stellen Sie sich vor, wie jede einzelne Szene auf der Leinwand oder dem Bildschirm aussehen könnte. Die Figuren auf dem Papier werden in Ihrer Vorstellung lebendig. Sie machen sich Gedanken über das Licht, hören bereits die Tonspur.

Die Geschichte hat Sie gefangen genommen!?

Vorsicht! Falls Sie sich nicht mit Leidenschaft auf die Geschichte eingelassen haben, fehlt Ihnen später vielleicht die Kraft, einen hervorragenden Film herzustellen. Es kommt viel Arbeit auf Sie zu. Wenn der berühmte Funke nicht auf Sie überspringt, sollten sie das Buch vielleicht besser nicht verfilmen.
Wichtige Fragen sollten Sie sich beim Lesen stellen:

  • Was fasziniert mich an dieser Geschichte?
  • Welches ist der Hauptgedanke des Drehbuchs?
  • Welche persönlichen Bezüge gibt es zu eigenen Erfahrungen, Gedanken oder Wünschen?
  • Welches sind die Hauptfiguren, in welchen Beziehungen stehen sie zueinander?
  • Was sagt die Geschichte im Allgemeinen über den Menschen aus?
  • Wie übersetzt man die Texte in Bilder?
  • Für wen wird der Film gemacht, wie sieht das Publikum aus?

Drehbuch für den Dreh einrichten

Auch das beste Drehbuch wird vom Regisseur weiterentwickelt und für seine speziellen Vorstellungen eingerichtet. Da Drehbücher in der Regel einseitig auf DIN A4 gedruckt werden, kann man die Rückseiten der vorhergehenden Seiten ganz gut zum Eintragen von Anmerkungen verwenden. Ganz wichtig ist, dass Sie sich von Anfang an ein System überlegen, was Sie wohin schreiben. Ideen zur Bildgestaltung sollten immer an der gleichen Stelle zu finden sein, zum Beispiel im oberen Viertel der Anmerkungs-Seite, darunter könnten Kostüm- oder Ausstattungs-Anmerkungen stehen, darunter etwa Schauspielführung etc.

Quelle: https://www.movie-college.de/filmschule/drehbuch

Quelle: https://www.movie-college.de/

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