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Das ZDF ist der große Quoten-Sieger 2018

Einschaltquoten 2018: ARD stagniert und die Privaten verlieren 

Das ZDF war 2018 Deutschlands quotenstärkstes Fernsehprogramm. Mit 13,9 Prozent steigerte sich das ZDF gegenüber dem Jahr 2017 um satte 0,9 Punkte auf den besten Jahresmarktanteil seit 1996. Zwar lief es für die Mainzer in Jahren mit einer Fußball-WM oder -EM immer besser als sonst, aber einen solch großen Zuwachs verzeichnete der Sender seit 22 Jahren nicht mehr. Für „Das Erste“ (ARD) ging es zwar auch etwas nach oben – allerdings nur um 0,2 Zähler auf 11,5 Prozent (Platz 2), den zweitschlechtesten Marktanteil der ARD-Geschichte. Die sieben Dritten kamen insgesamt auf einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die die Gesellschaft für Konsum, Markt- und Absatzforschung (GfK) im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erfasst. Stärkster Privatanbieter war RTL mit 8,3 Prozent – aber auch der große Verlierer des Jahres 2018. RTL fiel von 9,2 auf 8,3 Prozent zurück. Für den weiterhin wirtschaftlich erfolgreichsten Privatsender ist dies der schwächste Jahres-Marktanteil seit 1988, also seit genau drei Jahrzehnten. Es folgen die Anbieter Sat.1 mit 6,2 Prozent (minus 0,5%) und ebenfalls auf ein 30-Jahres-Tief, Vox mit 4,8 Prozent (minus 0,3%), ProSieben mit 4,4 Prozent (minus 0,1%) auf ein 27-Jahres-Tief und Kabel eins 3,5 Prozent (plus 0,1%).

Der Unterhaltungskanal ZDFneo kam auf einen Anteil von 3,2 Prozent (plus 0,3%) und ist damit auf Platz 8 in Deutschland. ARD One konnte sich von 0,6 auf 0,8 Prozent steigern (Platz 32). ZDFinfo kletterte von 1,2 auf 1,4 Prozent (Platz 18). Gleich blieben 3sat mit 1,3 (Platz 19) Prozent, Arte mit 1,1 Prozent (Platz 22) und tagesschau24 mit 0,3 Prozent (Platz 41). ARD alpha landet abgeschlagen mit 0,1 Prozent auf Platz 52. Bei den Dritten erzielte der NDR 2,5 Prozent (Platz 10), WDR 2,3 Prozent (Platz 11), MDR 1,9 Prozent (Platz 12) und minus 0,1%, SWR 1,8 Prozent (Platz 13) und minus 0,1%, BR 1,8 Prozent (Platz 14), RBB 1,3 Prozent (Platz 21) und HR 1,1 Prozent (Platz 23).

Beim Publikum zwischen 14 und 49 Jahren bleibt RTL zwar Marktführer, verlor mit einem Minus von 0,8 Marktanteilspunkten auf 11,4 Prozent aber ähnlich stark wie im Gesamtpublikum. Auch hier sind die erreichten 11,4 Prozent der schwächste Wert seit Ende der 1980er-Jahre. ProSieben hielt sich bei 9,5 Prozent, Sat.1 rutschte auf 8,1 Prozent. Zulegen konnten wiederum „Das Erste“ um 0,4 auf 7 Prozent (Platz 4) und das ZDF um 0,7 auf 6,8 Prozent (Platz 6).

Thematisch interessierte die Fernsehzuschauer im vergangenen Jahr nichts mehr als die Fußballweltmeisterschaft. Dabei erreichte das Einzige der drei WM-Spiele, bei dem Deutschland gewann (2:1 gegen Schweden), laut Media Control, 27,53 Millionen Zuschauer. Die Partie wurde im Ersten gezeigt. Marktanteil: 76,3 Prozent.
Die Meistgesehene Sendung im Genre „Serie“ war ein „Tatort“ aus Münster mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers. „Schlangengrube“ sahen im Schnitt 12,16 Millionen im Ersten.
Im Genre „Fernsehspiel/TV-Movie“ dagegen lag der ZDF-Krimi „Nord Nord Mord – Clüver und der leise Tod“ vorne: 9,03 Millionen Zuschauer.
Im Genre „Reportage/Dokumentation“ erzielte ein ARD-„Brennpunkt“ die beste Einschaltquote: „Orkan Friederike: Deutschland lahmgelegt“ hatte im Schnitt 7,94 Millionen Zuschauer.
Im Genre „Real Life“ hatte das Finale des RTL-Dschungelcamps „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ mit 6,81 Millionen Zuschauern die höchste Quote.

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