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Das Thema muss vom Schreibtisch – Ministerpräsidenten fast einig bei Index-Rundfunkbeitrag

RADIO BREMEN – Senderegie „buten un binnen“  © Radio Bremen/Frank Pusch

Seit 2016 ist den 16 Landesregierungen bekannt, was 2021 passiert, wenn sie das Thema Rundfunkbeitrag nicht nachhaltig lösen werden. Und seit drei Jahren starren die „Ministerpräsidenten der Länder wie die Kaninchen auf die Schlange auf just den Tag“ (SZ), an dem sie eine Entscheidung treffen und den Rundfunkbeitrag von derzeit 17,50 Euro erhöhen müssen, weil der Ruf von ARD und ZDF nach mehr Geld nicht verstummen will (aktuell sind es insgesamt 9,7 Mrd. €/Jahr – gefordert werden zusätzlich 3 Mrd. Euro für vier Jahre). Oder die Politiker legen konkrete Sparpläne auf den Tisch und modernisieren und konkretisieren den öffentlich-rechtlichen Sendeauftrag. Und die Sendeanstalten nehmen die Sparkonzepte an und setzen sie um. Doch die Politiker haben keinen Mut und die Intendanten stellen sich stur.

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Mit Luna durch die Nacht – Fünf ARD-Nachtradios und weitere 33 Programme

RBB-Funkhaus Berlin (Foto rbb.de)

In Deutschland werden aktuell 438 Radioprogramme ausgestrahlt und online kommen unzählige Angebote hinzu. Der ARD-Hörfunk bzw. die neun unabhängigen Landesrundfunkanstalten (LRA) und Deutschlandradio strahlen tagsüber 78 Programme (terrestrisch und online) aus. Auch in der Nacht bietet der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) mit 43 Programmen (2017) eine große Auswahl an. Wie Kritiker in und außerhalb der Sendeanstalten meinen, zu viele. Denn am Tage hören rund 37 Millionen Menschen die ARD-Angebote mit einer Tagesreichweite von 52,5 Prozent (media analyse 2019 Audio I.). Zum Vergleich: Kommerzielle Radioprogramme werden von täglich 30,1 Millionen Menschen genutzt, das sind 42,7 Prozent. Täglich (Montag bis Freitag) schalten 54,25 Millionen Menschen das Radio ein (für mindestens 15 Minuten), das sind 77 Prozent der Bevölkerung. Diese hören jeden Tag im Durchschnitt 249 Minuten Radio.

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ARD & ZDF brauchen noch mehr Geld

Senderlogo von ARD/ZDF/Deutschlandradio

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk legt der KEF Finanzplanung für 2021 bis 2024 vor   –   

Die 11 öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (9 im ARD-Verbund, ZDF und Deutschlandradio) haben in einer konzertierten Aktion ihre Finanzplanung für die Beitragsperiode 2021 bis 2024 bekannt gegeben und am 30. April der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) übermittelt. Sie wollen allgemein einen jährlichen Aufschlag von 2,49 Prozent und beim Personal von jährlich 2,5 Prozent. Bei der Steigerungsrate für das Personal argumentieren ARD und ZDF unisono, dass sie „deutlich unter den Tarifsteigerungen beim öffentlichen Dienst“ liegt. Dafür liegen aber die ARD/ZDF-Gehälter über dem öff.Dienst (TvöD). Hier könnten bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.

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Mehr Talk-Shows für das talkmüde Publikum ?

Volker Herres – Foto ARD

ARD-Programmdirektor Volker Herres kann sich vorstellen das im „Ersten“ noch häufiger getalkt wird – obwohl sich die politischen Talkshows im Sinkflug befinden. Schuld daran sind aber nicht Maischberger, Plasberg und Will, so Herres sondern das schwächelnde Vorprogramm. Vor über 45 Jahren ging Dietmar Schönherr mit der ersten Talkshow „Je später der Abend“ im deutschen Fernsehen auf Sendung und die Zuschauer staunten. Aber mittlerweile herrsch beim Publikum ein gewisser Überdruss, so dass sich die ARD mit der jüngsten Quoten-Entwicklung nicht zufrieden geben möchte (rund 10% – im Alter bis 49 Jahren nur 5%). Zwischen September 2018 und heute haben die drei Polit-Talks Zuschauer verloren. Im Jahr 2018 erreichte „Will“ durchschnittlich 3,43 Mio. Zuschauer, 2009 waren es noch 3,79 Mio. Bei Plasberg („Hart aber fair“) waren es 2,69 bzw. 2,94 Mio. und bei „Maischberger“ 1,37 bzw. 1,68 Mio. Zuschauer. Nur „Maybrit IIlner“ vom ZDF konnte sich steigern: von 2,36 Mio. (2009) auf 2,53 Mio. Zuschauer in 2018. Laut ZDF-Eigenwerbung bohrt sie auch stetig nach, während andere nur Fragen stellen. Wollen oder können die anderen nicht kritisch nachfragen ? 

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Medien-Sturm wegen Notre-Dame

ARD-Senderlogo

Die Berichterstattung zum Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat einen Sturm in den deutschen Medien entfacht. Dem ÖRR wird von vielen Seiten vorgeworfen, nicht ausreichend über den Brand am Montag (15.4.2019) in den Abendprogrammen berichtet zu haben. Beide Anbieter hätten wieder falsch reagiert – sie hätten geschlafen. 

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Die neue 20-Uhr-Tagesschau ab Juli 2019

„Wir von der ARD sind die erste Adresse für aktuelle, umfassende, objektive und hintergründige Nachrichten“, so ARD-Programm-Direktor Volker Herres zum Umbau der TAGESSCHAU um 20 Uhr. Ab Dienstag 7. Juli wird die meistgesehene Nachrichten-Sendung in Deutschland um 15 Minuten auf eine halbe Stunde erweitert. „ARD und ARD aktuell (produziert die Nachr.-Sendungen) kommen den vielen Wünschen unserer Zuschauer, und auch Kritikern, gerne entgegen“, sagte Direktor Herres. Die neue 20-Uhr-Tagesschau wird moderner – mit Moderation, mit mehr Informationen, mit ausführlicher Wetterschau und Sport-Meldungen. „In Zeiten mit undurchschaubaren Entwicklungen und komplexer politischer Materie, müssen wir vom ARD-Fernsehen unseren Zuschauern das beste Nachrichtenprodukt anbieten. Die Bürger zahlen nicht nur dafür, sie haben auch ein Recht darauf, so Kai Kniffke – seit 2006 Chef von ARD aktuell in Hamburg. 

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ORF soll Aktiengesellschaft werden

ORF-Nachrichtenstudio ZIB – (Foto  ORF -Thomas Ramstorfer)

Wiener Regierung plant Total-Reform des öffentl.-rechtl. Rundfunks  – 

Der Österreichische Rundfunk (ORF) steht vor einer Total-Reform, wenn es nach der Wiener Bundesregierung geht. Falls sich die konservative ÖVP und die rechte FPÖ über die Zukunft des öffentl.-rechtl. Rundfunks einigen können und ein (bisher vertraulicher) Gesetzesentwurf akzeptiert wird. Die wichtigsten Punkte in diesem Rundfunk-Papier sind: Verringerung der Ausgaben, die Umwandlung des ORF in eine Aktiengesellschaft, neue Führungskräfte in der ORF-Leitung und bessere Transparenzregeln. Die diskutierte Abschaffung der Rundfunk-Gebühr GIS soll aber getrennt von der Reform erst im Jahr 2022 realisiert werden. 

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Rundfunk-Rettung oder Scherbenhaufen ?

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm (Foto BR)

Politiker diskutieren über Rundfunk-Finanzierung und Sparkonzepte 

Die 16 Länder-Chefs in Deutschland sind entweder sehr geduldige Menschen oder ihnen ist das Thema Reformierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht so wichtig. Seit über drei Jahren erwarten sie von den ARD/ZDF-Verantwortlichen konkrete Vorschläge zu Sparkonzepten und Neuaufstellung des ÖRR. Doch die Anstalts-Oberen stellen sich stur und lassen die Politiker in einer Art olympischer Dauer-Disziplin ins Leere laufen.

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„In unserem Bundesland wäre das eine Schallmauer“

Die Politiker Söder und Robra zum neuen Rundfunkbeitrag von ca. 18 Euro 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Finanzierung der öffentl.-rechtl. Sendeanstalten ab 2021 grundlegend reformieren. Er sei dafür, dass der Rundfunkbeitrag „automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigt und damit die Inflation ausgleicht“, sagte er dem „Spiegel“ (3.3.2019) in einem Interview. Diese sogenannte Indexierung gebe den Sendern Planungsfreiheit. Außerdem solle den Rundfunkanstalten ein Budget zugewiesen werden, über das sie wie Unternehmen eigenverantwortlich entscheiden können. Deutschland brauche einen guten ÖRR und mit einem festen Budget könnten die Sender langfristig ihren Programmauftrag erfüllen.

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Hat die ARD vor ihren Kritikern kapituliert ?

Senderlogo ARD.de

Sprechanweisungen vom „Berkeley International Framing Institute“  

„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“: Unter diesem Titel haben die Intendanten des Sender-Verbunds ein Expertengutachten erhalten, das sie selbst in Auftrag gegeben haben. Das Ziel: im Kampf gegen alle Kritiker (auch unliebsamen Politikern und Medienexperten) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestehen. Damit haben die ARD-Oberen bzw. Führungskräfte, eine Sprechanweisung an die Hand bekommen. 

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