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Die neue 20-Uhr-Tagesschau ab Juli 2019

„Wir von der ARD sind die erste Adresse für aktuelle, umfassende, objektive und hintergründige Nachrichten“, so ARD-Programm-Direktor Volker Herres zum Umbau der TAGESSCHAU um 20 Uhr. Ab Dienstag 7. Juli wird die meistgesehene Nachrichten-Sendung in Deutschland um 15 Minuten auf eine halbe Stunde erweitert. „ARD und ARD aktuell (produziert die Nachr.-Sendungen) kommen den vielen Wünschen unserer Zuschauer, und auch Kritikern, gerne entgegen“, sagte Direktor Herres. Die neue 20-Uhr-Tagesschau wird moderner – mit Moderation, mit mehr Informationen, mit ausführlicher Wetterschau und Sport-Meldungen. „In Zeiten mit undurchschaubaren Entwicklungen und komplexer politischer Materie, müssen wir vom ARD-Fernsehen unseren Zuschauern das beste Nachrichtenprodukt anbieten. Die Bürger zahlen nicht nur dafür, sie haben auch ein Recht darauf, so Kai Kniffke – seit 2006 Chef von ARD aktuell in Hamburg. 

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ORF soll Aktiengesellschaft werden

ORF-Nachrichtenstudio ZIB – (Foto  ORF -Thomas Ramstorfer)

Wiener Regierung plant Total-Reform des öffentl.-rechtl. Rundfunks  – 

Der Österreichische Rundfunk (ORF) steht vor einer Total-Reform, wenn es nach der Wiener Bundesregierung geht. Falls sich die konservative ÖVP und die rechte FPÖ über die Zukunft des öffentl.-rechtl. Rundfunks einigen können und ein (bisher vertraulicher) Gesetzesentwurf akzeptiert wird. Die wichtigsten Punkte in diesem Rundfunk-Papier sind: Verringerung der Ausgaben, die Umwandlung des ORF in eine Aktiengesellschaft, neue Führungskräfte in der ORF-Leitung und bessere Transparenzregeln. Die diskutierte Abschaffung der Rundfunk-Gebühr GIS soll aber getrennt von der Reform erst im Jahr 2022 realisiert werden. 

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Rundfunk-Rettung oder Scherbenhaufen ?

ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm (Foto BR)

Politiker diskutieren über Rundfunk-Finanzierung und Sparkonzepte 

Die 16 Länder-Chefs in Deutschland sind entweder sehr geduldige Menschen oder ihnen ist das Thema Reformierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht so wichtig. Seit über drei Jahren erwarten sie von den ARD/ZDF-Verantwortlichen konkrete Vorschläge zu Sparkonzepten und Neuaufstellung des ÖRR. Doch die Anstalts-Oberen stellen sich stur und lassen die Politiker in einer Art olympischer Dauer-Disziplin ins Leere laufen.

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„In unserem Bundesland wäre das eine Schallmauer“

Die Politiker Söder und Robra zum neuen Rundfunkbeitrag von ca. 18 Euro 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Finanzierung der öffentl.-rechtl. Sendeanstalten ab 2021 grundlegend reformieren. Er sei dafür, dass der Rundfunkbeitrag „automatisch in gleicher Höhe wie die Verbraucherpreise steigt und damit die Inflation ausgleicht“, sagte er dem „Spiegel“ (3.3.2019) in einem Interview. Diese sogenannte Indexierung gebe den Sendern Planungsfreiheit. Außerdem solle den Rundfunkanstalten ein Budget zugewiesen werden, über das sie wie Unternehmen eigenverantwortlich entscheiden können. Deutschland brauche einen guten ÖRR und mit einem festen Budget könnten die Sender langfristig ihren Programmauftrag erfüllen.

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Hat die ARD vor ihren Kritikern kapituliert ?

Senderlogo ARD.de

Sprechanweisungen vom „Berkeley International Framing Institute“  

„Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“: Unter diesem Titel haben die Intendanten des Sender-Verbunds ein Expertengutachten erhalten, das sie selbst in Auftrag gegeben haben. Das Ziel: im Kampf gegen alle Kritiker (auch unliebsamen Politikern und Medienexperten) des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bestehen. Damit haben die ARD-Oberen bzw. Führungskräfte, eine Sprechanweisung an die Hand bekommen. 

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Gordischer Knoten in der Medien-Reform-Politik

Politische Mitgestaltung durch Rundfunk-Stiftung möglich  

Die Ministerpräsidenten der 16 Länder stehen vor einer Herkulesaufgabe. Sie müssen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), seine Finanzierungsform und seinen Sendeauftrag reformieren – um ihn zukunftssicher zu machen. Doch seit Jahren blockieren sich Politik und Rundfunk gegenseitig. Der gordische Knoten der Medien-Politik ist offensichtlich unauflösbar: Wie Reformen einfordern, ohne die Rundfunkfreiheit anzugreifen? Inwieweit dürfen die Landes-Gesetzgeber ARD und ZDF trotz Programmautonomie vorschreiben, wofür sie das Geld der Beitragszahler ausgeben? Die Sendeanstalten pochen massiv auf ihren Auftrag der (derzeitigen) „Grundversorgung“ und ihre Programmautonomie. Danach sind direkte Eingriffe ins Programm untersagt, handelt es sich doch um einen staatsfernen Rundfunk. Aber: Mit (Spitzen-) Politikern in den Aufsichtsgremien und einzelnen Politikern, die auch direkt in die Führungsetagen der Sendeanstalten wechseln. 

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Die BBC spürt den kalten Atem von Netflix & Co.

Sender-Logos BBC.com

860.000 Kündigungen britischer TV-Lizenzen durch die Zuschauer  

Die Briten können, im Gegensatz zu Deutschland, ihr öffentlich-rechtliches Fernseh-Abo kündigen. Und davon machen sie auch zunehmend Gebrauch. Der Erfolg von Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video hat offenbar negative Folgen für die BBC in London. Der wohl bedeutendsten öffentlich-rechtlichen Rundfunkorganisation der Welt laufen zunehmend die Gebührenzahler davon, wie die Londoner „Times“ berichtet. Demnach musste die BBC innerhalb eines Jahres 860.000 Kündigungen britischer TV-Lizenzen verkraften. Dies entspricht mehr als 2300 Kündigungen pro Tag und markiere den ersten Anstieg von Kündigungen seit fünf Jahren, schreibt die Zeitung. Im Vorjahr (2017) hatten noch 798.000 zahlende Zuschauer ihr BBC-Abo gekündigt. Die Kündigungszahlen seien die ersten offiziellen Daten, die einen „Netflix-Effekt“ belegten, der Zuschauer der BBC komplett den Rücken zuwenden ließe, schreibt die „Times“. „Die BBC spürt den kalten Atem des Netflix-Effekts“, formuliert es die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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Aus dem Innenleben der Landesrundfunkanstalten (ARD)

Programmlogo – ARD.de

„Der Koloß ARD (wird) irgendwann kollabieren“ und so, wie die ARD konstruiert ist, müsse sie immer „teurer und teurer werden, die können nicht reduzieren, weder die Verwaltungen noch die Redaktionen“, so Dieter Lesche (Ex-RTL-Chefredakteur, zuvor bei Radio Bremen und HR Frankfurt tätig) 1989 im SPIEGEL (Nr. 45/46). … So ist „das Behördendenken in den Funkhäusern“ weit verbreitet, „obwohl in keinem Rundfunkgesetz … steht, daß die Leute in den … Anstalten wie Finanzbeamte bezahlt, behandelt, befördert und beschützt werden sollten. Das hat sich dank der weitsichtigen Hinterlist der … Parteien eingebürgert, und nun sind die Journalisten von ihren Gönnern so abhängig wie höhere Beamte und leiden auch so gleichgültig“, so Ex-Chefredakteur E.Elitz (SDR Stuttgart).

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Berliner Medienforschung senkte Kosten um 51 Prozent

© rbb/Hanna Lippmann
Fernsehzentrum des RBB Berlin

Ministerpräsidenten fordern ARD & ZDF erneut zum Sparen auf

Die 13 öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Deutschlands (inkl. Arte) haben pro Jahr rd. 10 Milliarden Euro zur Verfügung. Und dennoch verlangen sie weitere drei Milliarden für vier Jahre (ARD-Vorsitzender Wilhelm). Am 29.September 2017 haben ARD und ZDF den Auftrag der Rundfunk-Kommission der 16 Länder von Herbst 2016 mit der Abgabe von zwei „Zukunfts-Berichten“ termingenau erfüllt. Doch es hagelte Kritik von allen Seiten. Die Sendeanstalten sollten Sparpläne vorlegen, wie sie 3,6 Milliarden Euro einsparen können. Aber, was sie anboten war eine Mogelpackung. Einsparungen von 2,25 Milliarden – davon entfällt aber die Hälfte (ARD 0,9 Mrd. Euro u. ZDF 0,13 Mrd. Euro) auf die lukrative Altersversorgung der Mitarbeiter, welche die Anstalten mit den Gewerkschaften ausgehandelt haben. Bei den Betriebsausgaben wollen ARD 951 Mio. Euro und ZDF 270 Mio. Euro einsparen – für einen Zeitraum von acht Jahren (ab 2021), pro Jahr also nur 152,6 Mio. Euro.

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Senioren retten ARD und ZDF vor dem Niedergang

Foto HMTG: Hannover Kröpcke-Uhr

Zuschauer ab 50 Jahren sind treu und die Jüngeren sind in der neuen Medienwelt 

Das Fernsehen kann sich nur noch auf Zuschauer verlassen, wenn sie älter als 50 Jahre sind. Die Zahlen von Media Control zur durchschnittlichen Sehdauer pro Tag zeigen hier einen ungebrochenen Trend: In der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren ist eine verstärkte Zuwendung über den Zeitraum zwischen 2005 und 2018 festzuhalten – und zwar von 267 auf 297 Minuten. Diese Werte werden von Menschen über 65 Jahren noch deutlich übertroffen. Von 287 Minuten im Jahr 2005 gab es einen Anstieg auf 335 Minuten im Jahr 2018. Das sind je Person fünf Stunden und 35 Minuten Fernsehen.

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