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Fünf Länder werden in der Medienpolitik aktiv

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Neuer Sendeauftrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geplant

Bereits am 31. Januar 2018 hat die Rundfunk-Kommission der Länder in Berlin eine zweite Arbeitsgruppe für die Rundfunkreform eingesetzt. Auf Initiative von Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wird an einer „Neufassung der Beauftragung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ gearbeitet. Hamburg und Sachsen haben sich der Gruppe angeschlossen. Damit arbeiten fünf Landesregierungen zusammen, die von CDU/CSU, SPD und GRÜNE angeführt werden. Den Vorsitz der Rundfunk-Kommission der Länder hat Rheinland-Pfalz, SPD-geführt, inne.

Die zweite Arbeitsgruppe hat das Ziel, die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für den Sendeauftrag für ARD und ZDF, im Zeitalter des Medienwandels. Die Ergebnisse sollen zur nächsten Sitzung der Ministerpräsidenten am 14. Juni vorgestellt und diskutiert werden. In den letzten Wochen sind die ARD- und ZDF-Intendanten, mit Unterstützung der Aufsichtsgremien ihrer Anstalten, auf eine Blockadepolitik gegenüber den Ländern eingeschwenkt. ARD und ZDF wollen jährlich nur 153 Mio.€ einsparen (von über 9 Mrd.€), aber sie wollen keine grundlegenden Strukturreformen durchführen.

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Andrea Nahles stolpert als erste Frau zum SPD-Parteivorsitz

Nur 66,4% für Nahles und 27,7% für ihre Gegenkandidatin Simone Lange

Nach 155 Jahren hat die SPD nun auch eine Frau an ihrer Parteispitze, wie die CDU schon seit 18 Jahren. Auf dem außerordentlichen Parteitag in Wiesbaden, am 22. April 2018, stimmten 631 Delegierte über eine neue Vorsitzende ab, nachdem Martin Schulz nach nur einem Jahr als gescheiterter Vorsitzender aufgab. Mit nur 414 Stimmen (66,35%) erhielt Andrea Nahles ein schlechtes Ergebnis – sie und die Parteispitze hatten mit 75% und mehr gerechnet. Auf ihre Gegenkandidatin, die weithin unbekannte Oberbürgermeisterin aus Flensburg, Simone Lange, entfielen 172 Stimmen (27,56%), 38 Delegierte enthielten sich und sieben Stimmen waren ungültig. Es war der dritte Parteitag in nur fünf Monaten.

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ARD und ZDF haben die halbe Fernseh-Nation verloren

Foto HMTG: Hannover Kröpcke-Uhr

Junge Generation hat sich vom klassischen Fernsehen verabschiedet

Nach einer aktuellen Untersuchung von Camille Zubayr (ARD-Medienforschung) und Heinz Gerhard (ZDF-Medienforschung) über die Fernsehnutzung in Deutschland, hat jeder Bürger 2017 täglich 221 Minuten mit dem Fernsehen verbracht, 2016 waren es noch 223 Minuten. Veröffentlicht wurden die Daten in der neuen Ausgabe von „Media Perspektiven“ (3/2018).

In der Nutzung gibt es aber sehr große Unterschiede in den verschiedenen Altersgruppen. „Die Differenz zwischen den Generationen bei der klassischen Fernsehnutzung wächst zusehends“, so die Autoren. Der jahrelange Trend, wonach Jugendliche und junge Erwachsene verstärkt alternative Anbieter und Vertriebswege, wie Internetplattformen und Streamingdienste nutzen, vertieft sich Jahr für Jahr. Die 14- bis 29-Jährigen schauen täglich nur 94 und die über 60-Jährigen 248 Minuten fern. Dafür kommen bei den Jüngeren noch täglich 53 Minuten für Streamingdienste hinzu.

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